K+S
- Markus Bußler - Redakteur

K+S: Jetzt geht die Post ab

Alle Augen auf K+S: Bei der Aktie des Kaliproduzenten könnte es heute zu einem Short-Squeeze kommen. Der Grund: Beim Konkurrenten Uralkali deutet sich ein Eigentümerwechsel an. Und das könnte die Kaliwelt erneut durcheinander wirbeln.

Der russische Unternehmer und Putin-Freund Wladimir Kogan versuche die operative Kontrolle über den Kali-Hersteller zu erlangen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg  unter Berufung auf Kreise. Kogan wolle die drei größten Aktionäre von Uralkali herauskaufen. Er könne dafür Mittel in Höhe von neun Milliarden US-Dollar aufnehmen.

Freilassung von Baumgertner

Russischen Medienberichten zufolge hat sich Kogan bereits die Zusage für die 22-Prozent-Beteiligung von Uralkali-Großaktionär Suleiman Kerimov für 3,7 Milliarden Dollar gesichert. Das Wall Street Journal hatte am Dienstag berichtet, Kerimov wolle mit dem Anteilsverkauf, die Entlassung des in Weißrussland inhaftierten Uralkali-Chefs Wladislaw Baumgertner begünstigen. Weißrussland wirft ihm und anderen Uralkali-Managern vor, sich durch Insidergeschäfte bereichert zu haben. Auch für Kerimov gibt es inzwischen einen Haftbefehl.

Der Streit zwischen Russland und dem Nachbarn Weißrussland war entbrannt, nachdem Uralkali Ende Juli überraschend seinen Ausstieg aus einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem weißrussischen Staatskonzern Belaruskali angekündigte hatte. Die Allianz hatte fast die Hälfte des Weltmarktes kontrolliert. In Folge der Ankündigung war auch der Aktienkurs des deutschen Düngemittelherstellers K+S stark unter Druck geraten.

Die Aktie von K+S hat beinahe die kompletten Verluste der vergangenen Wochen wieder aufgeholt - und das obwohl die Kurse für Kali in den vergangenen Wochen deutlich unter Druck geraten sind. Heute dürfte die Aktie erneut von den Nachrichten aus Russland beflügelt werden. Jetzt scheint das Gap bei 25,00 Euro wirklich geschlossen zu werden.

(mit Material von dpa-AFX)

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