K+S AG
- Markus Bußler - Redakteur

K+S: Hier tut sich was

Der Aktie des Kali- und Salzproduzenten K+S startet heute einen neuen Angriff Richtung des Zwischenhochs bei 23,70 Euro. Nachrichten aus Russland treiben den Kurs nach oben. Dort keimt neue Hoffnung auf eine Allianz zwischen Uralkali und Belasruskali auf.

Im seit Sommer den Kali-Markt beherrschenden Streit über die Zukunft des russisch-weisrussischen Lieferkartells gibt es neue Hoffnung für K+S. Der russische Produzent Uralkali bekommt einen neuen Großaktionär. Wie zuletzt bereits spekuliert verkauft der russische Milliardär Sulejman Kerimow seinen knapp 22-prozentigen Anteil an den Oligarchen Michail Prochorow. Dies teilte die von Prochorow kontrollierte Gesellschaft Onexim am Montag in Moskau mit. Analysten zufolge öffnet der Ausstieg Kerimows die Tür für neue Verhandlungen zwischen Uralkali und Belaruskali. Damit könnte der Preisrutsch nicht so stark ausfallen wie zuletzt befürchtet.

Weitere Anteile im Visier?

Belaruskali hatte zuletzt immer wieder betont, dass Gespräche über eine mögliche Neuauflage des Produktionskartells erst nach einer Neuordnung der Eigentümerstruktur bei Uralkali möglich seien. Kerimows Anteil solle so schnell wie möglich übertragen werden, hieß es. Weitere Details wurden dabei nicht genannt. An der Börse war das Paket zuletzt rund 3,5 Milliarden Dollar wert. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg könnte Prochorow auch an den Anteilen zweier weiterer Investoren interessiert sein, die beide knapp zwölf Prozent halten.

Positive Reaktion

An der Börse wurde die Nachricht über den neuen Investor bei dem größten Kalihersteller der Welt positiv aufgenommen. Die Aktie von K+S war im Sommer nach dem Ende des Lieferkartells von Belaruskali und Uralkali innerhalb weniger Tage um 43 Prozent auf 15,02 Euro gefallen. Der deutsche Hersteller wäre von einem Preisverfall wegen der hohen eigenen Produktionskosten besonders betroffen. Von seinem Tief am 6. August konnte sich das Papier jedoch wieder deutlich erholen und liegt jetzt noch rund ein Fünftel unter dem Niveau, das es vor der Ankündigung von Uralkali Ende Juli hatte.

23,70 oder 15,00 Euro? Die Aktie scheint sich derzeit eher für das Zwischenhoch zu entscheiden. Zwar herrscht noch immer Unsicherheit auf dem Kalimarkt. Doch das Sparprogramm des Konzerns kam auf dem Markt gut an. Investierte Anleger bleiben an Bord.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Werner Sperber | 0 Kommentare

Börse Easy: K+S bleibt ein Risiko für Anleger

Börse Easy erinnert an den Kursrutsch von K+S von mehr als 50 Prozent seit dem Rekordhoch Mitte vergangenen Jahres. Ein Grund dafür ist die gescheiterte Übernahme durch den kanadischen Wettbewerber PotashCorp. Zudem sind die Zahlen des auf Kali und Salz spezialisierten Unternehmens schwach. In den … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Fairer Wert bei nur 15,50 Euro

Es sieht schlecht aus für K+S. Die Zukunft der deutschen Kaliwerke ist ungewiss und auch das Hoffnungsprojekt Legacy in Nordamerika bereitet dem Vorstand Kopfzerbrechen. Kein Wunder, dass die Experten der britischen Großbank HSBC für die Anteile des Düngemittel- und Salzproduzenten schwarz sehen. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: 22 oder 15 Euro?

Was sollte man aktuell mit der Aktie von K+S machen? Bei dieser zu den Anteilscheinen des Düngemittel- und Salzproduzenten scheiden sich weiterhin die Geister – sowohl bei den Privatanlegern als auch bei den Analysten. So haben etwa Kepler Cheuvreux und die UBS komplett konträre Ansichten zum … mehr