K+S
- Norbert Sesselmann - Redakteur

K+S: Gewinne schmelzen zusammen – was macht die Aktie?

Die Katze ist aus dem Sack: K+S hat im dritten Quartal weniger Gewinn gemacht als noch vor einem Jahr. Sowohl beim Düngemittel- als auch beim Salzgeschäft lief es nicht so rund. Anleger nehmen Reißaus, die Aktie verliert kurz nach Handelsbeginn über vier Prozent.

Das schwache Geschäft mit Auftausalz hat K+S wie erwartet im dritten Quartal zu schaffen gemacht. Der Betriebsgewinn ist um 14 Prozent auf 156,7 Millionen Euro gefallen. Der Umsatz kletterte um sieben Prozent auf 916,6 Mio. Euro. Wegen des milden Winters im vergangenen und diesem Jahr sind die Salz-Lager von vielen Straßenmeistereien noch gut gefüllt und die Kommunen halten sich mit Salz-Bestellungen zurück.

Weniger optimistisch

Auch im Düngemittelgeschäft lief es nicht mehr so rund wie zuletzt. Da sich die großen Hersteller aus Nordamerika und Russland mit den großen Abnehmerländern Indien und China noch nicht auf Lieferverträge geeinigt haben, ist der Preis für Kali-Düngemittel Ende des dritten Quartals unter Druck geraten. Im Gesamtjahr geht K+S deshalb nur noch davon aus, das untere Ende seiner Umsatzprognose von 3,9 bis 4,2 Milliarden Euro zu erreichen. Der Betriebsgewinn werde bei rund 820 Millionen Euro liegen, statt wie bisher anvisiert zwischen 820 bis 900 Millionen Euro.

30 Prozent Potenzial

Keine Frage: Die präsentierten Zahlen sind wirklich nicht der Renner. Die Aktie wird heute mit einem Abschlag von rund zwei Prozent in den Handel gehen. Langfristig orientierte Anleger sollten sich von dem „durchwachsenem Quartalsergebnis" nicht beirren lassen. Das mittelfristige Kursziel liegt bei 45 Euro. Daraus errechnet sich ein Kurspotenzial von 30 Prozent. Grund für den Optimismus: Eine massive Unterbewertung und eine hohe Dividendenrendite.

mit Material von dpa-AFX

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