K+S
- Leon Müller - Chefredakteur

K+S-Aktie nach Yara-Gebot für Terra Industries gefragt

Die Aktie des Kasseler Düngemittel- und Salzanbieters K+S zählt am Montag zu den größten Gewinnern im DAX. Ganz anders das Bild beim norwegischen Wettbewerber Yara International: Der hat eine milliardenschwere Übernahme angekündigt und bekommt dafür nun eins auf den Deckel. K+S-Aktionären kann das nur recht sein.

Gut zehn Prozent hat die Aktie des Kasseler Düngemittel- und Salzanbieters K+S innerhalb weniger Tage zugelegt. Jetzt knüpft sie an die in der Vorwoche realisierten Gewinne an und notiert unter den Spitzenwerten im DAX. Die vom AKTIONÄR erwartete Zunahme der Dynamik bewahrheitet sich nun. Das Ende Januar vorgestellte Derivat des Tages K+S MINI-Long (WKN TB2Z45) von HSBC notiert inzwischen 33 Prozent im Plus. Neben rein technischen Aspekten - der kurzfristige Abwärtstrend wurde Ende vergangener Woche endgültig geknackt - profitiert der Titel allerdings auch von einer Meldung des norwegischen Wettbewerbers Yara International.

Yara bietet 4,1 Milliarden Dollar für Terra

Der K+S-Konkurrent will sein Nordamerika-Geschäft über einen milliardenschweren Zukauf stärken. Yara bietet 4,1 Milliarden Dollar für den US-Düngemittelanbieter Terra Industries. Der Kaufpreis soll in bar beglichen und über eine Kapitalerhöhung finanziert werden. Die norwegische Regierung - größter Yara-Eigner mit einem Anteil von 36 Prozent - hat bereits ihre Bereitschaft zu einer Kapitalerhöhung signalisiert. Der angebotene Kaufpreis liegt knapp 24 Prozent über dem Schlusskurs der Terra-Aktie vom vergangenen Freitag und ist den Yara-Aktionären offensichtlich ein Dorn im Auge. Sie trennen sich am Montag reihenweise von dem Titel. Die Yara-Aktie büßt in Frankfurt knapp sechs Prozent an Wert ein.

Frage des Bewertungsansatzes

Yara will wie erwähnt eine Prämie in Höhe von 24 Prozent auf den letzten Schlusskurs der Terra-Aktie zahlen. Auf Grundlage der für 2010 erwarteten Zahlen des US-Konzerns ergeben sich daraus Vielfache von 2,1 zum Umsatz sowie 7,2 zum EBITDA. K+S-Aktionäre werden da genau hinschauen, denn der deutsche Branchenprimus kommt unter Berücksichtigung des aktuellen Börsenwertes auf Vielfache von 1,8 (Umsatz) und 9,9 (EBITDA). Händler indes verweisen darauf, dass die Konsolidierung in der Branche nun an Dynamik gewinnen könnte. Erst im vergangenen Jahr war K+S selbst in die Offensive gegangen und hatte den US-amerikanischen Salzproduzenten Morton Salt übernommen.

Attraktivität der K+S-Aktie steigt

Yara dürfte mit der angekündigten Übernahme einen Teil der eigenen Aktionäre vergrault haben, wie die heutige Kursreaktion zeigt. K+S hingegen hat an Attraktivität gewonnen, auch weil charttechnisch der Weg frei für einen Vorstoß Richtung Jahreshoch bei 47,50 Euro ist. DER AKTIONÄR bestätigt seine positive Einschätzung. Wer im K+S MINI-Long investiert ist, bleibt weiter am Ball. Der Stoppkurs sollte über Einstandsniveau bei 1,10 Euro platziert werden. 


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