Bitcoin
- Marco Bernegg

JPMorgan warnt vor dem Bitcoin – Warum die Kritik überzogen ist

Analysten von JPMorgan beschrieben die Situation beim Bitcoin zuletzt als „überkauft“. Der aktuelle Wert liege deutlich über dem inneren Wert. Anleger sollten sich davon aber nicht verunsichern lassen.

Zunächst ist es positiv zu werten, dass JPMorgan dem Bitcoin mittlerweile überhaupt einen „inneren Wert“ zuspricht. Dies sah im Sommer 2017, als CEO Jamie Dimon den Bitcoin als Betrug bezeichnete, noch ganz anders aus. 

Zudem stufte JPMorgan den Bitcoin als Rohstoff („commodity“) ein. Die überkaufte Situation wurde damit begründet, dass die Produktionskosten für den Bitocin als Rohstoff derzeit zu hoch seien. Es wurden dabei Faktoren wie Rechenleistung, Stromverbrauch und Effizienz von Hardware in die Berechnung einbezogen.

Der AKTIONÄR sieht im Bitcoin jedoch deutlich mehr Potenzial, als nur als Rohstoff zu fungieren. Ebenso kann er in Zukunft eine entscheidende Rolle als Zahlungsmittel einnehmen.

Auch wenn die Technologie noch sehr unausgereift ist und aussagekräftige Anwendungsfälle eine Seltenheit darstellen, ist in diesem Bereich vor allem in den letzten Monaten eine zunehmende Dynamik zu erkennen. Dieses Potenzial wurde in der Analyse von JPMorgan nicht beachtet.

Weiterhin sollten Anleger nicht vergessen, dass auch die Analysten von JPMorgan nicht allwissend sind. Beispielsweise bestimmten sie im Februar dieses Jahres eine fairen Wert des Bitcoin von 2.400 US-Dollar. Der Kurs notierte damals im Bereich von 4.000 US-Dollar.

Ruhe bewahren

Es ist durchaus wahrscheinlich, dass der Bitcoin auf kurzfristige Sicht korrigiert. Dies ist jedoch aufgrund des starken Anstiegs (130 Prozent seit Jahresbeginn) völlig normal. An der langfristig optimistischen Einstellung des AKTIONÄR ändert sich nichts.  

 

Hinweis auf Interessenkonflikt:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

Autor Marco Bernegg hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

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  • aza azaziel -
    Karl Marx meinte, der “innere Wert” eines jeden Produkts bestimme sich ducrh die darin enthaltene Arbeit. JPMorgan bestimmt den “inneren Wert” des Bitcoin durch die darin enthaltene Rechenleistung, einschiesslich der Elektrizitaet. Der Preis richtet sich allerdings allein nach Angebot und Nachfrage. Was wohl mit der Nachfrage passiert, wenn Marktteilnehmer nicht mehr an den “inneren Wert” glauben ….

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| Marco Bernegg | 0 Kommentare

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