Jinkosolar
- Alfred Maydorn - Redakteur

JinkoSolar: Starke Zahlen, prima Ausblick – und warum fällt die Aktie?

Der chinesische Solarkonzern JinkoSolar hat Freitag außergewöhnlich gute Q1-Zahlen vorgelegt und dabei die Erwartungen der Analysten größtenteils weit übertroffen. Und auch die gutenQ2- Prognosen und der stabile Jahresausblick konnten sich sehen lassen. Aber den Anlegern war es offenbar zu wenig, die Aktie sackte am Freitag an der Wall Street zeitweise um sieben Prozent ab und beendete den Handel mit einem Minus von drei Prozent. Was steckt hinter dieser schwachen Entwicklung und wie geht es mit der Aktie weiter? 

So gute Zahlen war man selbst von JinkoSolar nicht gewohnt, die ja regelmäßig die Prognosen der Analysten klar übertreffen. Im ersten Quartal 2016 lag der Umsatz um 24 Prozent über den Erwartungen, der Gewinn sogar um 100 Prozent darüber. Darüber hinaus glänzte der Konzern mit einer starken Q2-Prognose und bestätigte seinen Jahresausblick. 

Nachdem die Aktie im vorbörslichen Handel am Freitag zunächst bis zu vier Prozent höher notierte, kam sie im regulären Handel unter Druck und notierte am Ende drei Prozent niedriger als vor der Veröffentlichung der Zahlen. Eine Erklärung für diese Reaktion ist nicht ganz einfach. 

Schwäche in China?

Ein Grund ist sicherlich das weiter sehr geringe Interesse an chinesischen Aktien, insbesondere aus der Solarbranche. Zudem bleiben Anleger und Analysten skeptisch, ob die optimistischen Prognosen auch eingehalten werden können. Und dann gibt es noch relativ konkrete Sorgen über ein Nachlassen des Solarbooms in China im zweiten Halbjahr. 

Hinzu kam eine Herabstufung des JinkoSolar-Konkurrenten Trina Solar durch die Deutsche Bank, die ebenfalls mit gesenkten Prognosen für den chinesischen Solarmarkt begründet wurden. Die Aktie von Trina Solar rutschte daraufhin am Freitag um sechs Prozent ab. 

Besser als Trina Solar, Charttechnik in Ordnung

JinkoSolar dürfte allerdings vor allem aufgrund seiner starken Stellung auf dem US-Solarmarkt und aufgrund der sehr niedrigen Produktionskosten eine Wachstumsdelle in China weitaus besser wegstecken können. Zudem ist die Aktie mit einem 2016er-KGV von 4 auch weitaus attraktiver bewertet als Trina Solar. Fazit: Die Aktie von JinkoSolar bleibt weiterhin ein Kauf, zumal sie auch ihre 200-Tage-Linie verteidigen konnte. 

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