SAF Holland
- DER AKTIONÄR

Jetzt ist Polen offen!

Ein Autofahrer, der von langen LKW-Kolonnen aufgehalten wird und trotzdem lächelt, ist entweder einer der Lotto-Jackpot-Gewinner, oder SAF-Holland-Aktionär. Die Gewinne des Unternehmens rollen ungebremst auf ein neues Rekordniveau. Wachstumstreiber ist der boomende LKW-Markt.

Die Gewinne von SAF Holland rollen ungebremst auf ein neues Rekordniveau. Wachstumstreiber ist der boomende LKW-Markt.

Ein Autofahrer, der von langen LKW-Kolonnen aufgehalten wird und trotzdem lächelt, ist entweder einer der Lotto-Jackpot-Gewinner, oder SAF-Holland-Aktionär. Denn wenige Firmen profitieren so direkt vom rasch zunehmenden Grenzverkehr zwischen Ost- und Westeuropa wie der deutsch-amerikanische Hersteller von LKW- und Trailerbauteilen. So spricht der führende Anhängerbauer Schmitz Cargobull in diesen Tagen von einem „ungebremsten und offenbar sehr robusten Boom auf dem europäischen Transportmarkt“ – und ordert immer mehr Teile bei seinem Zulieferer SAF-Holland.

Freie Fahrt

Nicht zuletzt durch die komplette Öffnung der Grenzen zwischen Deutschland, Polen und Tschechien am 21. Dezember dürfte auch die Nachfrage nach LKWs und damit Achssystemen und anderen Bauteilen weiter stark steigen. Die Bundesregierung rechnet von 1997 bis 2015 mit einer 250-prozentigen Zunahme des Lkw-Verkehrs zwischen diesen Staaten. Weitere Wachstumsimpulse erwartet die Gesellschaft durch eine neue Achsproduktion in den USA und eine neue Fabrik in Brasilien. Hier werden Scheibenbremsen für den noch von Trommelbremsen dominierten südamerikanischen Markt gefertigt.

Aufgrund dieser guten Perspektiven und eines Auftragsbestandes auf Rekordniveau hat SAF Holland nun Ende November seine Prognosen angehoben. Nachdem im dritten Quartal 2007 der Umsatz um sieben Prozent auf 202 Millionen Euro zulegte und der operative Gewinn leicht auf 14,4 Millionen (Vorjahr: 15,6 Millionen) zurückging, schaltet SAF Holland nun einen Gang höher. Insgesamt wird 2008 ein Umsatzwachstum von mindestens 15 Prozent erwartet. Analysten gehen davon aus, dass der Überschuss sogar um 22 Prozent zulegen wird.

KGV-Schnäppchen

„Der Gewinnsprung im nächsten Jahr wird durch das starke Wachstum und eine weitere Verschlankung der Strukturen erreicht“, so Finanzvorstand Wilfried Trepels im Gespräch mit dem AKTIONÄR. Aufgrund der dynamischen Gewinnentwicklung sinkt das KGV im Geschäftsjahr 2008 auf 7. Zudem dürften im nächsten Jahr 40 bis 50 Prozent der 2007er-Gewinne ausgeschüttet werden. Die Dividendenrendite liegt damit bei mindestens drei Prozent. Trebel bezeichnet die Aktie als „extrem unterbewertet“.

Fazit


Tatsächlich notiert die SAF-Holland-Aktie mittlerweile auf einem erstaunlich günstigen Niveau. Der „Brummi-Wert“ dürfte aufgrund des zunehmenden Warenaustausches zwischen Ost- und Westeuropa weiter an Fahrt gewinnen. Der faire Kurs der Aktie liegt bei mindestens 20 Euro. Kaufen.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 51/2007.

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| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

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