Spire
- DER AKTIONÄR

Jetzt erst recht!

Bei Anlegern waren in den vergangenen Wochen starke Nerven gefragt. Wer in Nanotech-Aktien investiert hatte, musste fast solche aus Drahtseilen besitzen. Teilweise völlig ungerechtfertigt wurden die meisten Nano-Werte in Folge des Debakels an den internationalen Finanzmärkten abgestraft. Dabei hatte alles so schön begonnen.

Mit vielen Nanotechnologie-Werten ging es in den vergangenen Wochen bergab. DER AKTIONÄR beweist, dass sich ein Nano-Investment auch in Korrekturphasen lohnen kann.

Bei Anlegern waren in den vergangenen Wochen starke Nerven gefragt. Wer in Nanotech-Aktien investiert hatte, musste fast solche aus Drahtseilen besitzen. Teilweise völlig ungerechtfertigt wurden die meisten Nano-Werte in Folge des Debakels an den internationalen Finanzmärkten abgestraft. Dabei hatte alles so schön begonnen, das Jahr 2006 schien ganz im Zeichen der Nanotechnologie zu stehen: Der Nanotechnologie-Index durchbrach noch im Januar die wichtige Marke bei 200 Punkten und legte bis Mai um weitere 18 Prozent zu. Der Weg bis in den Bereich von 250 Punkten schien zum Greifen nahe. Umso enttäuschender, als dass die gute Performance binnen kurzer Zeit zunichte gemacht wurde.

Chancen nutzen

Dass mit ausgewählten Nanotech-Aktien auch trotz der Schwächephase Geld verdient werden konnte, beweist nebenstehende Tabelle. Nach der deutlichen Kurskorrektur verfügen viele Werte zudem über ein enormes Nachholpotenzial. Dennoch sollten gerade Nano-Aktionäre nach dem Sturm nicht blindlings auslaufen, sprich unüberlegt investieren, sondern ihre Favoriten genauestens unter die Lupe nehmen.

Alternative Energien – ein Trend, der an der Börse seit rund zwei Jahren gespielt wird. Ein Ende soll noch lange nicht absehbar sein, darin sind sich Analysten einig. Die deutsche Solarworld hat seit Anfang 2004 um über 3.000 Prozent zugelegt. Potenzial, das Spire noch nicht ausgeschöpft hat, das aber vorhanden ist. Mit einer speziellen Nano-Beschichtung kann das Unternehmen die Effizienz von Solarzellen erheblich steigern. Das Gros der Umsätze generiert Spire mit Wafern und Laminatoren für die Solarmodulherstellung. Allerdings ist man auch in den Bereichen Biomedizin und im Halbleiterbereich erfolgreich. Aufgrund der enormen Wachstumsaussichten ist die Aktie mit einem geschätzten 2007-er KGV von 17 günstig bewertet. Der Aufbau einer ersten Position dürfte sich bald als lohnenswert herausstellen.

Fazit

Wer ein Investment in Einzelwerte scheut, ist mit einem Nanotech-Zertifikat gut beraten. Die Deutsche Bank hat erst kürzlich ein entsprechendes Produkt auf den Markt gebracht. In dem Basket des Nanotech US-Select Zertifikates befinden sich neun Nanotechnologie-Aktien und ein ADR, die an amerikanischen Börsen gelistet sind. Dabei entstand eine interessante Mischung spekulativer und konservativer Werte. Auch der Branchenmix macht Sinn: Veeco und Fei als Basiswerte der Nanotechnologie, zudem Headwaters, die im stark wachsenden Geschäft mit alternativen Energien tätig ist, ergeben zusammen mit Werten aus Biotechnologie und IT eine attraktive Basis für das Zertifikat.

Eine weitere spannende Alternative zu einem Einzelinvestment ist der Kauf eines Aktienfonds. Bisher existieren zwei Fonds, die sich auf Nano-Werte konzentrieren: Beim Activest Fonds setzen Anleger primär auf Blue Chips, die mit der Nanotechnologie arbeiten. Das Papier eignet sich daher eher für den konservativen Investor. Wer ein gewisses Risiko nicht scheut, ist mit dem DAC Nanotech-Fonds gut beraten. Marco Beckmann, Vorstandsvorsitzender der Nano-Beteiligungsgesellschaft Nanostart AG und Sub-Advisor des DAC Nanotech-Fonds konzentriert sich vor allem auf die noch unentdeckten Nanoperlen und Wachstumsstories.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema: