Jenoptik
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Jenoptik-Interview: "Gewaltige Chancen"

Jenoptik befindet sich auf einem sehr guten Weg. Einige Jahre galt Jenoptik im Kapitalmarkt im besten Falle als langweilig und im schlechtesten als unzuverlässig. Doch diese Zeiten sind vorbei.

Viele Firmenvorstände verstehen nur am Rande, was in der eigenen Entwicklungsabteilung passiert. Dr. Michael Mertin gehört sicherlich nicht zu dieser Spezies. Der seit 2006 bei Jenoptik aktive Vorstand hat seinen Doktor am Fraunhofer Institut auf dem Gebiet der Laser- und Oberflächentechnologie gemacht. DER AKTIONÄR hat sich nun beim Jenoptik-Chef über die Perspektiven der Technologiefirma erkundigt.

DER AKTIONAER: Herr Dr. Mertin, Jenoptik entwickelt sich überraschend gut - wieso?

Dr. Michael Mertin: Wir hatten lange Zeit unsere Potenziale nicht ausreichend genutzt. Das haben wir jetzt geändert. Diese Wachstumskraft überkompensiert bei uns sogar den konjunkturellen Gegenwind. 

Was genau haben Sie geändert?

Jenoptik war in der Vergangenheit eine Finanz-Holding mit mehreren GmbHs, die für sich einzeln gekämpft haben. Das war jedoch weder übergreifend noch international. Wir haben daher 2008/09 den Konzern integriert, große internationale Geschäftseinheiten gegründet und die Vernetzung vorangetrieben.

Können Sie ein konkretes Beispiel für die gehobenen Synergien geben?

Bei der Messtechnik wurden in der Vergangenheit nur mechanische Technologien genutzt. Wir haben diese dann mit Optik und Lasertechnik kombiniert und einzigartige Lösungen gefunden. Beispielsweise für die Messung von Zylinderinnenlaufwänden in Aluminiummotoren.

Sie glauben also unterm Strich trotz schwächelnder Konjunktur an weiteres Wachstum?

Ja. Denn Jenoptik hat gewaltige Chancen durch die Fokussierung auf unsere Kernkompetenzen, aber auch die Internationalisierung. Es gelingt uns, stark im US-Markt Fuß zu fassen. Der Ausbau in Asien entwickelt sich ähnlich erfreulich. Wir treiben das stark voran.

Kann Jenoptik die Planzahlen für das Gesamtjahr einhalten?

Wir durften innerhalb eines Jahres zweimal die Prognose erhöhen. Wir tun alles dafür, das zu liefern, was wir versprechen. Das ist mir auch persönlich ein wichtiges Thema. Wir stehen zu unserer Prognose. Eindeutig.

Schrittweise einsteigen!

Die Jenoptik-Aktie ist wie geschaffen für das aktuelle Marktumfeld: Attraktiv bewertet und relativ unabhängig von konjunkturellen Launen. Da das Papier in den letzten Tagen deutlich gestiegen war und mittlerweile leicht überkauft ist, bietet sich ein schrittweiser Einstieg an. Mehr zur Aktie lesen Sie hier.

(Dieses Interview ist in der AKTIONÄR-Ausgabe 45/2012 erschienen.)

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