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- Werner Sperber - Redakteur

Jardine Matheson und Wacker Chemie im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau II

Focus Money lobt die erfolgreiche, breite Aufstellung von Jardine Matheson Holdings. Die Prior Börse freut sich, dass es sie vor dem Chartbild von Wacker Chemie graust. Zudem gibt es Änderungen in einem Musterdepot.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Focus Money erinnern an die Anfänge der Firma Jardine Matheson Holdings aus Singapur/Volksrepublik China im Jahr 1832 als Teeplantage. Seither hat sich der Konzern diversifiziert und ist beispielsweise in den Branchen Einzelhandel, Fahrzeugbau oder Finanzdienstleistungen tätig. In den vergangenen zehn Jahren legten die Gewinne dabei um durchschnittlich 31 Prozent pro anno zu. Solch hohen Wachstumsraten sind allerdings auf Dauer nicht zu halten. Doch die Analysten schätzen den Zuwachs für das nächste Jahr immerhin auf 14 und für das übernächste Jahr auf neun Prozent. Anleger sollten die Aktie mit einem KGV von 14 für dieses und 12 für nächstes Jahr bis zu Notierungen von 50 Euro kaufen und ihr Engagement danach bei 40 Euro absichern. 


Die Prior Börse: Schön, der grauenvolle Chart von Wacker Chemie

Seit dem Zwischenhoch im Februar bei 91 Euro hat sich der Aktienkurs von Wacker Chemie auf rund 46 Euro in etwa halbiert. Seit dem Allzeithoch im Dezember 2007 bei 197 Euro hat sich der Wert geviertelt. Die Experten der Prior Börse nennen das Chartbild grauenvoll. Vorstandsvorsitzender Dr. Rudolf Staudigl kündigte jüngst Kurzarbeit für 650 Mitarbeiter der insgesamt 1.800 Beschäftigten am Standort Burghausen an. Dort wird Polysilizium, der Rohstoff für die Solarzellen, hergestellt. Seit dem Jahr 2008 brach der Preis für Solarsilizium aufgrund von Überkapazitäten und randvoller Lager von 290 auf 19 Dollar je Kilo ein. Trotz der Krise bei den Solarfirmen ist der oben beschriebene Kurseinbruch übertrieben. Im zweiten Quartal erlöste das Spezialchemie-Unternehmen 1,2 Milliarden Euro. Das sind acht Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Jeweils 22 Prozent des Erlöses stammen aus den beiden zyklischen Segmenten Solar und Halbleiter. Weitere 22 Prozent entfallen auf Chemie, 20 Prozent auf Bau/Renovierung, fünf Prozent auf Klebstoffe sowie jeweils vier Prozent auf die Automobil- beziehungsweise Textil-Industrie. Der Gewinn sank um 57 Prozent auf 60 Millionen Euro. Also verdient Wacker Chemie weiterhin Geld. Zudem ist der Börsenwert von 2,4 Milliarden Euro niedriger als das bilanzierte Eigenkapital von 2,6 Milliarden Euro. Die Daten für das dritte Quartal sollen am 24. Oktober vorgelegt werden. Im kommenden Jahr kann die Flaute enden. Anleger sollten die schwankungsfreudige Aktie kaufen. Allerdings sollten sie auch nervenstark und geduldig sein, denn es kann Monate dauern, bis sich ein Boden im Chart ausgebildet hat. Mut zahlt sich manchmal aus.

Änderungen in einem Musterdepot der Prior Börse:

Die Verantwortlichen für das Trading-Musterportfolio haben ihre 9.000 Anteile der Commerzbank mit einem Verlust von sechs Prozent zu 1,47 Euro sowie ihre 1.500 Aktien der Ströer Out-of-Home Media AG mit einem Minus von 25 Prozent zu 7,05 Euro ausgebucht. Dafür haben sie 7.500 Titel von Praktiker zu 1,66 Euro und 450 Papiere von Morphosys zu 25,67 Euro eingebucht.

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