Mazda Motor
- DER AKTIONÄR

Japan ist zurück

So richtig angekommen scheint es noch nicht zu sein: Japans Wirtschaft ist weiter auf Erholungskurs und verschafft sich immer mehr Vertrauen bei den Anlegern. Die in den langen Deflationsjahren schwächelnde Konjunktur hat 2006 deutlich angezogen – wobei vor allem die gestiegene Binnennachfrage für Stimmung gesorgt hat. Auch die Investitionen haben ordentlich zugelegt, und die Banken haben erstmals seit zehn Jahren die Kreditvergabe gesteigert.

Nippons Aktienmärkte sind wieder da. Auch die Wirtschaft zündet. Die Zeichen stehen auf ein Gewinnerjahr.

So richtig angekommen scheint es noch nicht zu sein: Japans Wirtschaft ist weiter auf Erholungskurs und verschafft sich immer mehr Vertrauen bei den Anlegern. Die in den langen Deflationsjahren schwächelnde Konjunktur hat 2006 deutlich angezogen – wobei vor allem die gestiegene Binnennachfrage für Stimmung gesorgt hat. Auch die Investitionen haben ordentlich zugelegt, und die Banken haben erstmals seit zehn Jahren die Kreditvergabe gesteigert. Das wirkt sich auch auf die Arbeitslosenquote aus, die letzten Dezember auf ein 8-Jahrestief gesunken ist und die Volkswirte für 2007 auf niedrige vier Prozent und weniger schätzen.

Konjunkturmotor läuft

Mitte Februar stehen frische Konjunkturdaten an – und Marktbeobachter erwarten vor allem beim privaten Konsum erfreuliche Zahlen, die Raum lassen für eine Zinserhöhung von 0,25 auf 0,5 Prozent. Der immer noch grassierende Misstrauensfaktor Deflation dürfte damit bald vollends vom Tisch sein. Und im März folgt die Berichtssaison der Unternehmen, die erneut von Rekordgewinnen geprägt sein dürfte. Kein Wunder, dass Analysten Japans Börsenbarometern einiges zutrauen. Beim Topix, der Japans 1.710 größte Firmen umfasst, rechnen die Fachleute bis Jahresende mit einen Anstieg von 9,2 Prozent im Schnitt, beim Nikkei 225 von 8,4 Prozent.

Ein Unternehmen, auf das Anleger setzen können, ist Mazda Motor, eine Altempfehlung des AKTIONÄRS. In dreieinviertel Jahren hat die Aktie der Nummer 4 unter Japans Autobauern gut 120 Prozent gewonnen und ist weiterhin attraktiv. Für das laufende Geschäftsjahr bis 31. März 2007 hat Mazda die Prognosen angehoben – Rekordzahlen bei Umsatz, operativem Gewinn und Ergebnis sei Dank. So erwartet Mazda nun ein Umsatzplus von acht Prozent auf umgerechnet 20 Milliarden Euro und einen Anstieg des Nettogewinns von 23 Prozent auf 547 Millionen Euro. Ursache sind starke Verkaufszahlen in den USA und in Europa, vor allem in Deutschland. Als Extra-Antreiber erweist sich dabei der schwache Yen gegenüber dem Dollar und dem Euro. Analysten rechnen damit, dass im Jahresverlauf der kräftige Verkaufstrend in diese Auslandsregionen anhält und rückläufige Märkte wie China deutlich überkompensiert.

Ehrgeizige Ziele

Eine jüngere Empfehlung des AKTIONÄRS ist die japanische Großreederei Mitsui OSK Lines, deren Aktie in gut drei Monaten um mehr als ein Drittel gestiegen ist. Das Unternehmen befährt mit seinen Containerschiffen, Öltankern und Speziallastschiffen Meeresrouten auf der ganzen Welt. Vor allem Boomländer wie China haben im laufenden Fiskaljahr bis Ende März für Nachfrage gesorgt. Bis 2010 will die Gesellschaft die Flotte von derzeit etwa 700 Schiffen auf 900 ausbauen. Der Umsatz soll dann rund 12,7 Milliarden Euro erreichen, der Gewinn vor Steuern mindestens 1,3 Milliarden Euro.

Nomura Real Estate Holdings ist beim Börsengang letzten Oktober genau in die Zeit steigender Immobilienpreise in Japan gestoßen – was die Gewinne des Immobilienentwicklers merklich ankurbeln dürfte. Denn in den größten Städten des Landes sind in den zwölf Monaten bis Juli 2006 die Grundstückspreise erstmals seit 16 Jahren wieder gestiegen. In den nächsten Jahren will die Gesellschaft die Aktivposten ihrer Bilanz von derzeit etwa drei Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Zudem peilt der Anbieter von Wohn- und Gewerberaum eine jährliche Rendite von sieben Prozent an, gegenüber bisherigen 6,5 Prozent.

Die Stimmung steigt

Japans Wirtschaft ist aus dem Gröbsten raus und verbreitet zu Recht Zuversicht bei den Anlegern. Die Mazda-Motor-Aktie ist als konservatives Investment weiterhin kaufenswert. Auch bei Nomura Real Estate können eher konservative Anleger zugreifen. Das spekulativere Papier der Mitsui OSK Lines hat in kurzer Zeit kräftig zugelegt, weshalb sich ein Einstieg erst bei Kursrücksetzern anbietet. Investierte Anleger halten die Papiere.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 07/2007.

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