IVG Immobilien
- Werner Sperber - Redakteur

IVG Immobilien und E.on im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau I

Die Platow Börse baut vorsichtig auf IVG Immobilien. Der Effecten-Spiegel erklärt: E.on ist wieder jemand. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Platow Börse erklären, wohl alle Immobilienunternehmen, welche mit den Folgen des Booms aus Vorkrisenzeiten kämpfen mussten beziehungsweise während des bisherigen Höhepunkts der Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009, haben entweder hart saniert, sind übernommen worden oder pleite. IVG Immobilien stellt demnach eine Ausnahme dar. Dieser Konzern wird immer noch refinanziert und umgebaut. Vor allem durch den Verkauf von Vermögenswerten sollen die Schulden innerhalb von zwei Jahren auf 3,5 Milliarden Euro gesenkt werden. Im ersten Halbjahr 2012 fiel der Verlust mit 11,2 Millionen Euro niedriger aus als von Analysten befürchtet. Operativ könnte das Tief im laufenden Jahr erreicht sein. Zu Beginn des nächsten Jahres soll die Vorzeigeimmobilie "The Squaire" verkauft werden. Wenn dann noch die Stimmung an den Börsen passt, dürfte der Kurs anziehen. Derzeit beträgt der Abschlag auf den Nettovermögenswert (NAV) etwa 50 Prozent. Risikobereite Anleger sollten die Anteile jetzt bis zu Notierungen von 1,77 Euro kaufen und bei Rücksetzern bis rund 1,71 Euro nachlegen. Der Stoppkurs sollte bei 1,45 Euro gesetzt werden.

Der Effecten-Spiegel: Der Name "E.on" klingt wieder bei Investoren   

Als die Politiker nach dem Super-GAU im japanischen Fukushima die sogenannte Energiewende angekündigt hatten, haben die Aktien von Energieversorgungsunternehmen ihren Status als defensive Investments verloren. Das scheint sich nun wieder zu ändern, denn nach Angaben der Experten des Effecten-Spiegels entdecken Anleger, welche auf werthaltige Investments setzen, diese Konzerne wieder. E.on habe gezeigt, selbst dieser Ankündigung und der gleichzeitigen Staatsschulden- und Banken-Krise standhalten zu können. Die Zahlen für das zweite Quartal hätten wohl auch den letzten Zweifel ausgeräumt, E.on könne die Energiewende nicht bewältigen. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 23 Prozent auf 65,4 Milliarden Euro. Der Gewinn legte um 267 Prozent beziehungsweise 2,4 Milliarden Euro von 0,9 Milliarden auf etwa 3,3 Milliarden Euro zu. Dass einmalige Belastungen aus dem angekündigten Ausstieg aus der Atomenergie weggefallen sind, erhöhte den Gewinn um 1,5 Milliarden Euro. Die endlich zustande gebrachte Einigung mit dem Gaslieferanten Gazprom erhöhte den Gewinn von E.on bereits um weitere 1,2 Milliarden Euro. Aufgrund des neuen, milliardenschweren Erdgaslieferabkommens zwischen E.on Russia und Novatek hat E.on die Position zu Gazprom weiter gestärkt. Vorstandsvorsitzender Dr. Johannes Teyssen erwartet für das laufende Jahr weiterhin einen Gewinn von 4,1 bis 4,5 Milliarden Euro aus, was die Auszahlung der angekündigten Dividende von 1,10 Euro pro Anteil leicht möglich machen würde. Die Rendite würde hohe 5,8 Prozent betragen. Auch die Bewertungen mit einem KGV von 8,6 für dieses Jahr sowie eines KBV von 1,07 sind attraktiv. Eine Energiewende wird E.on sicherlich belasten, doch der Konzern kann schwierige Situationen meistern. Wenn Dr. Teyssen konsequent weiter so arbeitet, ist der jüngste Kursanstieg nur ein Vorgeschmack, auf das, was noch folgen kann. Die Analysten der Deutschen Bank raten zum Kauf der Anteile und nahmen die Aktie auf ihre "Key Pick List (dummdeutsch für Schlüssel Auswahl Liste oder wichtigste Auswahlliste)" auf. E.on hat den Status als dividendenstarke, langfristige Aktienanlage zurückerobert. Das Kurspotenzial reicht den Experten zufolge bis 25 Euro

Änderungen im Musterdepot des Effecten-Spiegels:

Die Verantwortlichen für das Musterportfolio möchten 100 Anteile von E.on einbuchen.

Änderungen in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:

Die Verantwortlichen für das langfristig orientierte Musterportfolio haben ihre 400 Anteile von SMT Scharf mit einem Verlust von zehn Prozent zu 23,12 Euro ausgebucht. Zudem haben sie sich von 2.300 ihrer bislang 4.600 Aktien von Biofrontera mit einem Gewinn von 32 Prozent zu 4,20 Euro getrennt. Dafür haben sie 5.000 Titel der PNE Wind AG zu 1,865 Euro eingebucht.

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