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- Werner Sperber - Redakteur

Italcementi und Volkswagen im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau II

Prior Global investiert viel Zeit und viel Nerven und baut auf Italcementi. Das Zertifikatejournal erwartet eine verhaltene Kursentwicklung der Vorzugsaktie von Volkswagen und stellt ein passendes Derivat vor. Zudem gibt es eine Änderung in einem Musterdepot.


Börsenwelt Presseschau (Aus gegebenem Anlass: Die folgenden Texte sind von den jeweils genannten Publikationen übernommen und üblicherweise Sinn wahrend gekürzt und verständlicher formuliert. Anmerkungen der Börsenwelt-Redaktion stehen ausschließlich in Klammern und sind mit dem Vorsatz in der Klammer "Anmerkung der Redaktion" gekennzeichnet. Eine Presseschau gibt Texte anderer Presseorgane wieder, ohne deren Sinn zu verändern.): Die Experten von Prior Global erinnern an die hohen Staatsschulden der Italienischen Republik und an die hohe Arbeitslosen-Quote von elf Prozent in dem Land. Der Leitindex FTSE/MIB ist innerhalb von fünf Jahren um 66 Prozent auf 15.330 Punkte und damit beinahe auf ein Zehnjahrestief gesunken. Ebenso mutige wie langfristig orientierte Anleger sollten dennoch auf die geschäftliche Trendwende von Italcementi setzen. Das Unternehmen fertigt Fertigklebemischungen, Klinker und Zement. Mehr als 60 Prozent der Anteile an dem Baustoff-Unternehmen gehören der Beteiligungsfirma Italmobiliare Group. Analysten, die jahrelang bei weitaus höheren Kursen zum Kauf der Aktie rieten, empfehlen die Papiere nun zu verkaufen, was keinen Sinn hat. Italcementi kostet 523 Millionen Euro an der Börse und setzt 4,7 Milliarden Euro um; das Kurs-Umsatz-Verhältnis beträgt nur 0,1. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis liegt bei 0,15. Aufgrund der hohen Schulden von 2,2 Milliarden Euro wird angesichts dieser günstigen Bewertungszahlen wohl der Konkurs des Verluste schreibenden Konzerns angenommen. Zwar sank der Umsatz in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres um vier Prozent. Aufgrund eines Sondererlöses aus dem Verkauf einer türkischen Tochterfirma von 105 Millionen Euro drehte das EBIT im dritten Quartal allerdings auf 160 Millionen Euro; ein Jahr zuvor belief sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern noch auf minus 242 Millionen Euro. Der Vorstand stabilisierte die Lage des weltweit fünftgrößten Produzenten von Zement durch sparen und rationalisieren; die Schulden steigen nicht weiter.

Änderungen im Musterdepot von Prior Global:

Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben ihren Bestand an Anteilen von Monster Beverage ausgebucht. Nun möchten sie sich noch von 40 ihrer 80 Anteile von Apple mit einem Gewinn von rund 350 Prozent trennen.


Das Zertifikatejournal: Die Bremskraft nutzen, um Geld zu verdienen      

Die Experten des Zertifikatejournals lassen Nicolai Tietze von X-Markets, dem Derivate-Anbieter der Deutschen Bank, zu Wort kommen. Tietze erinnert an die Rekordabsatzzahlen von Volkswagen. Die Automobilbranche und auch Volkswagen sind jedoch von der Wirtschaftslage abhängig und bei näherer Betrachtung der Absatzzahlen ist die schwächer werdende Konjunktur auch bei Volkswagen bereits zu erkennen. Dadurch könnte der Aufwärtstrend des Kurses der Vorzugsaktie beendet werden. Die Absatzkrise in Europa und Investitionen in neue Technik und Modelle haben den Betriebsgewinn des Konzerns im dritten Quartal schon stark sinken lassen. Anleger sollten deshalb das am 21. Juni 2013 fällige Reverse-Bonus-Zertifikat (WKN DX3 B1R) mit Cap, also einer Auszahlungsbegrenzung, der Deutschen Bank auf die Vorzugsaktie von Volkswagen kaufen. Mit einem solchen Papier verdienen Investoren bei leicht steigenden, bei stabilen und bei sinkenden Kursen der Aktie. Die Bank zahlt 160 Euro zurück, wenn der Kurs der Vorzugsaktie während der Laufzeit nie auf 200 Euro oder mehr steigt. Das entspräche einer Rendite von 7,6 Prozent beziehungsweise 12,6 Prozent auf ein Jahr gerechnet.

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| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

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