DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

It's party-time: DAX knackt die 10.000!

Mit dem Rückhalt der starken Überseebörsen geht es für den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag weiter nach oben. Nach dem Sprung über die Marke von 10.000 Punkten am Vortag sei nach Meinung mancher Experten die Luft für den DAX aber zunächst deutlich dünner geworden.

Eine Stütze für die hiesigen Aktienmärkte bieten vor allem die jüngsten deutlichen Kursgewinne an der Tokioter Börse. Der Nikkei legte mehr als 400 Punkte zu und näherte sich wieder der Marke von 17.000 Zählern. Zudem hatte an der Wall Street der Leitindex Dow Jones am Vorabend auf dem höchsten Stand seit Dezember geschlossen.

Großinvestoren unter Zugzwang

Angesichts der steigenden Kurse würden professionelle Anleger faktisch dazu gezwungen, noch auf den fahrenden Wagen aufzuspringen und Aktien zu kaufen, sagt Stratege Chris Weston vom Broker IG. Sein Kollege Christian Henke zeigte sich am Morgen hingegen skeptisch für den DAX. Es bleibe abzuwarten, ob es sich um eine nachhaltige Rückkehr in den fünfstelligen Kursbereich handele. "Ende März war der Dax daran gescheitert und musste sich zurückziehen", gab Henke zu bedenken.

Die Konjunkturagenda ist an diesem Tag gut gefüllt: So stehen unter anderem Verbraucherpreise aus der Eurozone sowie aus den USA an. In Großbritannien wird für den frühen Nachmittag der Zinsentscheid der Bank of England erwartet. Darüber hinaus dürften die Marktbeobachter die Reden mehrere Mitglieder der US-Notenbank Fed verfolgen.

Nächste Widerstände

Auf dem Weg nach oben muss der DAX jetzt das 50%-Fibonacci-Retracement der Dezember-Februar-Abwärtsbewegung bei 10.060 Punkten überwinden. Anschließend wartet das Jahreshoch bei 10.112 Zählern auf die Bullen. Diese Hürde dürfte aber nicht so einfach zu überwinden sein, wie man im März gesehen hat.

DER AKTIONÄR hatte zu einer kleinen Long-Spekulation mit dem Turbo-Long DG0KPK (Stop-Buy-Limit bei 10,05 Euro) geraten, sobald der DAX die Marke von 9.760 Punkten überwindet. Das Limit wurde Montagabend aktiviert und die Position mit einem Stoppkurs von 9.720 Punkten versehen. Mittlerweile notiert der Schein bei 13 Euro und damit rund 30 Prozent im Plus. Der Stopp sollte auf 9.880 Punkte nachgezogen werden.

 

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