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- Jochen Kauper - Redakteur

Investor Soros neuer Spielmacher bei Manchester United

Zuletzt musste sich der englische Traditionsclub an Niederlagen gewöhnen. Der Stadtrivale Manchester City gewann die englische Meisterschaft, der FC Chelsea hatte in der Champions League die Nase vorne und dann kam auch noch eine schwache Vorstellung beim Börsenstart dazu. Jetzt aber keimt Hoffnung auf. Der bekannte Investor George Soros hat sich bei den Red Devils eingekauft.

Über seine Liebe zum Fußball war bislang noch nichts bekannt. Vielleicht hat George Soros ja früher in seiner Heimat die Spiele von Steaua oder Dinamo Bukarest besucht. Zumindest aber bekennt sich der Star-Investor offiziell zu Manchester United. Über seinen Quantum Hedefonds hat der Milliardär am Tag des Börsengangs 7,85 Prozent der A-Aktien der englischen Traditionsclubs gekauft.

Gut aufgestellt

"Das sieht wie ein Kauf aus Eitelkeit aus", so Sam Hamadeh vom Forschungsinstitut PrivCo gegenüber Thomson Reuters. Vielleicht wurde Soros auch von der starken Marke angezogen. Dem Magazin Forbes nach ist Manchester United der wertvollste Fußballverein der Welt. Mit einem Wert von 2,2 Milliarden Dollar vor Real Madrid (1,9 Milliarden Dollar) und dem FC Barcelona mit 1,3 Milliarden Dollar. Im abgelaufenen Geschäftsjahr (Ende Juni 2011) kam Manchester United auf einen Umsatz von 331 Millionen Pfund. Verdient wurden 13 Millionen Pfund.

Tackling der Investoren
Zuletzt gab es von den Investoren allerdings ein hartes Tackling. Statt wie erhofft bis zu 20 Dollar je Anteilsschein zu bekommen, mussten sich die Red Devils zum Börsenstart vor wenigen Tagen mit 14 Dollar begnügen. Damit schrumpfen die Einnahmen auf 233 Millionen Dollar (190 Millionen Euro).

Unter Druck
Durch den Einstieg von Soros sollten es keine neuen Impulse für die Aktie geben. Das Papier bleibt nach wie vor zu teuer. Echte Fußballfans setzen eher auf die Aktie von Borussia Dortmund. Mehr zum Thema Fußball-Aktien lesen Anleger in der aktuellen Ausgabe vom AKTIONÄR, die hier bequem als E-Paper abgerufen werden kann.

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