Intesa Sanpaolo
- Thorsten Küfner - Redakteur

Intesa Sanpaolo besser als Unicredit

Die Experten der Privatbank Berenberg haben die Aktien der italienische Bankenriesen Unicredit und Intesa Sanpaolo näher unter die Lupe genommen. Welche der beiden Titel sollten Anleger derzeit bevorzugen?

Die Privatbank Berenberg hat in ihrer jüngsten Studie die Anteile von Unicredit und Intesa Sanpaolo unter die Lupe genommen. Wirklich überzeugt ist Analystin Eleni Papoula derzeit von keiner der beiden Banken. Denn die Erwartungen an die italienischen Kreditinstitute sind ihrer Ansicht nach weiterhin zu hoch. Sie stuft daher beide Titel nur mit "Hold" ein. Für die Unicredit sieht sie das Kursziel bei 4,50 Euro, für Intesa bei 1,50 Euro. Aufgrund der niedrigeren Kreditrisiken, einer besseren Kapitalisierung, der höheren Dividendenrendite und der zuletzt schwächeren Kursentwicklung zieht Papoula Intesa der Unicredit vor.

Beide Aktien bleiben attraktiv

DER AKTIONÄR hält grundsätzlich beide Titel für kaufenswert, da die beiden profitablen und solide wirtschaftenden Banken immer noch mit einem ungerechtfertigt hohen Abschlag auf den Buchwert bewertet werden. Angesichts der etwas günstigeren Bewertung von Intesa (2013er-KGV von 11, KBV von 0,4, Dividendenrendite von 4,0 Prozent) im Vergleich zur Unicredit (2013er-KGV von 15, KBV von 0,4, Dividendenrendite von 1,9 Prozent) bleibt die Intesa-Aktie leicht im Vorteil. Bereits investierte Anleger bei der Unicredit belassen den Stopp bei 3,50 Euro, bei der Intesa sollte der Stoppkurs nun von 0,95 auf 1,05 Euro nachgezogen werden.

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