Intershop
- Marion Schlegel - Redakteurin

Intershop vor Übernahme – die Details und was Sie als Anleger jetzt wissen müssen

Vielen Anlegern dürfte die Aktie von Intershop noch aus Neuer-Markt-Zeiten bestens bekannt sein. Damals war das Papier einer der beliebtesten Werte bei den Anlegern. In den vergangenen Monaten kannte das Papier nur eine Richtung: die nach unten. Nun wird das Unternehmen wohl übernommen. Investoren wollen den Jenaer Software-Anbieter Intershop übernehmen. Die Frankfurter Beteiligungsgesellschaften Shareholder Value Beteiligungen und Shareholder Value Management reichten ein Angebot ein, wie sie am Freitag mitteilten. Demnach wollen sie 1,39 Euro je Aktie zahlen. "Als Ankeraktionär der Intershop Communications AG ist es unser Anliegen, auch zukünftig dem Vorstand und der Firma eine zuverlässige und belastbare Gesellschafterbasis zu bieten", hieß es in der Mitteilung.

Intershop hatte zuletzt rote Zahlen geschrieben und will mit einem Strategiewechsel das Ruder herumreißen. Das börsennotierte Unternehmen setzt verstärkt auf sogenannte Cloud-Lösungen. Dabei müssen Kunden die Software nicht mehr kaufen, sondern nutzen den Service der Jenaer für den Onlinehandel. Jochen Wiechen, Vorstandschef von Intershop, erklärte jüngst: „Die Transformation zu einem Cloud-Anbieter ist unabdingbar.“

Die Investoren betonten, sie hätten seit 2016 mehrmals mit Kapital geholfen. Da die neue Strategie "mutmaßlich zu weiteren kurzfristigen Umsatz- und Ergebnisschwankungen führen kann, erscheint es den Bietern wahrscheinlich, dass es auch in der Zukunft zu weiterem Kapitalbedarf kommen könnte", hieß es.

Der Vorstand des Jenaer Software-Anbieters Intershop hat das Übernahmeangebot begrüßt. Das Angebot sei Ausdruck eines kontinuierlichen Engagements bei Intershop, teilte eine Sprecherin am Sonntag mit. "Der Vorstand sieht im Übernahmeangebot das Vertrauen in Strategie und Personal bestätigt", sagte sie weiter.

Der letzte Schlusskurs in Frankfurt für die Intershop-Aktie lag am Freitag bei 1,45 Euro. Über einen Übernahmeaufschlag können sich Anleger bei dieser Übernahme also nicht freuen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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| Martin Weiß | 0 Kommentare

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