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Internet-Telefonie lässt die Gewinne sprudeln

Der weltgrößte Netzwerkausrüster Cisco Systems hat überzeugende Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt. Auch für den Rest des laufenden Geschäftsjahres versprüht das Management Optimismus.

Der weltgrößte Netzwerkausrüster Cisco Systems hat überzeugende Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt. Auch für den Rest des laufenden Geschäftsjahres versprüht das Management Optimismus.

Von Steffen Eidam

Dank einer hohen Nachfrage nach Technologien für die Internet-Telefonie hat Cisco im dritten Quartal sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz die Erwartungen leicht übertroffen.

Hohe Erwartungen übertroffen

Der Umsatz klettert in den drei Monaten von Februar bis Ende April um 10,1 Prozent auf 6,19 Milliarden Dollar. Im gleichen Zeitraum verbesserte sich der Gewinn von 1,2 auf 1,4 Milliarden Dollar, oder von 17 auf 21 Cent je Aktie. Ohne Sondereinflüsse beträgt der Gewinn sogar 23 Cent je Aktie (Prognose: 22 Cent). Viele Analysten hätten im Vorfeld "aggressive Prognosen" abgegeben, umso höher ist die Leistung von Cisco im dritten Quartal einzustufen. Auch die Experten von Smith Barney gingen angesichts der schwachen Marktlage allenfalls von einem Erreichen der Erwartungen aus. "Die Zahlen sehen ziemlich gut aus", sagte Samuel Wilson von JMP Securities. Er sprach insgesamt von einem "guten Quartal" und trifft damit wohl die Meinung des Marktes auf den Punkt. Die Cisco-Aktien stiegen nachbörslich auf 18,37 Dollar.

Management ist optimistisch

Vorstandschef John Chambers ist mit dem traditionell eher schwachen dritten Quartal zufrieden und bezeichnete die Daten als "sehr solide". Insbesondere das Kerngeschäft mit den Telefongesellschaften British Telecom und Sprint und der Investmentbank Merrill Lynch habe die Bilanz verbessert. Aber auch der Verkauf kostengünstigerer, drahtloser Internetzugänge habe sich verbessert. Hier sei die Nachfrage vor allem von Privatkunden und kleinen Firmen gekommen. Für das Schlussquartal zeigte sich Cisco ebenfalls optimistisch. Der Umsatz werde sich voraussichtlich zwischen 6,45 bis 6,6 Milliarden Dollar einpendeln. Darüber hinaus soll ein geplantes Aktienoptionsprogramm erst im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres verbucht werden.

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