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- Benedikt Kaufmann

Intel-Zahlen: Konkurrent AMD macht Druck auf die Marge – Aktie fällt

In einem starken Marktumfeld kann auch Intel im zweiten Quartal die Erwartungen der Analysten übertreffen. Der Ausblick bleibt hingegen enttäuschend. Die Aktie verliert nachbörslich knapp sechs Prozent.

Intel lieferte im ersten Quartal ein Umsatzplus von 15 Prozent auf 17,0 Milliarden Dollar. Damit lagen die Erlöse deutlich über den Erwartungen der Analysten von 16,79 Milliarden Dollar. Auch die Gewinne je Aktie übertrafen die Experten-Schätzungen. Berichtet wurden 1,04 Dollar je Aktie – erwartet wurden 0,93 Dollar.

Das größte Segment „Client Computing Group“ überzeugte dabei durch Stärke in einem schwächelnden Markt. Die Umsätze in der PC-Sparte legten trotz des mageren Wachstums im PC-Markt um sechs Prozent zu.

Hervorragend entwickelte sich erneut die „Data Center Group“. Der Umsatz legte von 4,4 Milliarden auf 5,5 Milliarden Dollar zu. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von 26 Prozent. Ebenfalls positiv ist die starke Margenentwicklung innerhalb der Zukunftssparte: Die operative Marge stieg von 38 auf 49 Prozent und sorgte für eine rasante Steigerung des operativen Gewinns von 65 Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar.

10nm und AMD drücken auf die Margen

Enttäuscht zeigten sich die Anleger jedoch über den Margenausblick für das laufende Geschäftsjahr. Die Verzögerung der 10nm-Fertigung, die bereits letztes Quartal von 2018 auf 2019 verschoben wurde, sorgt für höhere Kosten ohne zeitnah neue margenstarke Produkte zu liefern. Ursprünglich sollten das neue Fertigungsverfahren bereits 2015 eingesetzt werden. Hinzu kommt, dass Konkurrent AMD Team Blue ordentlich Druck macht. Team Red steht kurz vor der Marktreife seiner 7nm-Fertigung und konnte Intel im vergangenen Quartal weitere Marktanteile streitig machen.

Dabeibleiben

DER AKTIONÄR rechnet damit, dass sich ein positiver Margentrend ab 2019 wieder deutlicher abzeichnen dürfte. Über diese Schwäche sollte die rasante Umsatzentwicklung der Data-Center-Sparte hinweghelfen. DER AKTIONÄR empfiehlt: Dabeibleiben!

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