Intel
- Martin Weiß - stellv. Chefredakteur

Intel inside? Dann nix wie raus!

Sinkende Umsätze und Gewinne und jetzt auch noch ein pessimistischer Ausblick für Q3 – Intel steckt in Schwierigkeiten. Die Aktie hat bereits 20 Prozent an Wert eingebüßt und droht nun unter den langfristigen Aufwärtstrend zu fallen.

Anfang Mai kletterte der Kurs des Chipriesen auf 29 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit 2004. Das war’s dann aber auch. Seither hat die Aktie rund ein Fünftel an Wert verloren und nach einer schnellen Trendwende sieht es nicht aus. Ganz im Gegenteil. Die Umsatzwarnung für das dritte Quartal 2012 sorgt für anhaltenden Verkaufsdruck und lässt Intel jetzt den langfristigen Aufwärtstrend testen.

Wie sich Anleger jetzt verhalten sollten

Schon in der jüngeren Vergangenheit zählte Intel nicht unbedingt zu den Lieblingen an der Wall Street. Obwohl sich Umsatz und Gewinn vom Frühjahr 2010 bis Herbst 2011 um 40 beziehungsweise 50 Prozent in die Höhe schraubten, krauchte der Kurs zwischen 20 bis 24 Dollar herum. Erst im Abschlussquartal 2011 gelang der Ausbruch über den Widerstand bei 24 Dollar.

Die Freude über den Break währte nur kurz, einhergehend mit sinkenden Umsätzen und Gewinnen ab Q1 2012 bröckelte auch der Kurs wieder ab und markierte in der letzten Handelswoche ein Jahrestief.

Der schwache Ausblick für die laufende Periode - Intel hat den Zielkorridor für den Umsatz von 13,8 bis 14,8 Milliarden Dollar auf 12,9 bis 13,5 Milliarden Dollar reduziert - und insgesamt zurückhaltende Aussagen des Managements zum operativen Geschäft, sprechen für einen Break durch die Unterstützungslinie. In diesem Fall könnte die Intel-Aktie schnell auf 20 Dollar durchgereicht werden.

Anleger, die dieses Szenario favorisieren, sollten den Put OS von Goldman Sachs (GT3BWS) in Betracht ziehen.

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