Pironet
- DER AKTIONÄR

Ins rechte Licht

Der erste Eindruck zählt. Im Internet besteht er aus alten Fotos, Foreneinträgen oder Presseartikeln, die von Suchmaschinen über eine Person ausgeworfen werden. Ein Drittel der Personalchefs „googelt“ mittlerweile nach den Namen von Bewerbern. Groß ist daher der Bedarf, seine Web-Identität zu managen. Der IT-Spezialst Pironet liegt hier voll im Trend.

Der IT-Spezialst Pironet liegt voll im Trend. Nicht nur wegen seines Engagements im Bereich Web 2.0.

Der erste Eindruck zählt. Im Internet besteht er aus alten Fotos, Foreneinträgen oder Presseartikeln, die von Suchmaschinen über eine Person ausgeworfen werden. Ein Drittel der Personalchefs „googelt“ mittlerweile nach den Namen von Bewerbern. Groß ist daher der Bedarf, seine Web-Identität zu managen. Möglich wird dies jetzt mit Deutschlands erster Personensuchmaschine. Mit Myonid ist es jedem Einzelnen möglich, seine Suchmaschinen-Treffer zu organisieren und zu kommentieren. Da solche Reputations-Plattformen in den USA boomen, ist von diesem Web-2.0-Start-up viel zu erwarten. Das sieht auch der IT-Spezialist Pironet so, der sich über seine Web-Agentur-Tochter Nexum mit 25 Prozent an Myonid beteiligt hat.

Das "neue" Pironet

Diese Beteiligung ist ein Beispiel für den neuen Schwung des IT-Beraters und Outsourcing-Dienstleisters. Bereits in den Halbjahreszahlen war von dem „alten“, gemächlich wachsenden Pironet nichts mehr zu sehen. Stattdessen legten die Umätze um dynamische 30 Prozent zu, der operative Gewinn lag mit 1,4 Millionen Euro um 27 Prozent über dem Vorjahreswert. Firmenchef Hans-Werner Scherer zeigte sich im Gespräch mit dem aktionär zuversichtlich, dass sich diese dynamische Entwicklung fortsetzt.
Denn während die Tochter Nexum meldete, die neue Internetpräsenz des 1. FC Köln zu entwickeln und das Intranet von ThyssenKrupp zu relaunchen, entwickelt sich auch der Bereich Outsourcing so gut wie nie. Erst Anfang November wurde ein IT-Konzept der Pironet-Gruppe für die Hilfsorganisa-tion Malteser von der Computerwoche als „bestes deutsches IT-Projekt“ gekürt. Pironet hatte für seinen Kunden an mehr als 50 Standorten Krankenhäuser, Altenhilfeeinrichtungen, ambulante Dienste und Hospize vernetzt.

Alles Aufträge, die sich in den Zahlen bemerkbar machen. Pironet wird im laufenden Geschäftsjahr wohl die Umsatzgrenze von 50 Millionen Euro knacken, einen überproportional gestiegenen Gewinn ausweisen und nach 13 Firmenjahren erstmals einen Dividendenvorschlag machen. Auch im neuen Jahr dürfte sich die positive Entwicklung fortsetzen, das 2008er-KGV liegt bei günstigen 14.

Schönes Bild

Als hätte Pironet von seiner neuen Beteiligung Myonid gelernt, wie wichtig die Außendarstellung ist, rückt sich die Firma selbst in ein immer besseres Licht. Die neue Web-2.0-Beteiligung, ein zuversichtlicher Ausblick, zunehmende Erfolgsmeldungen und die Dividendenfantasie machen im Verein mit den überzeugenden Fundamentaldaten einen sehr guten Eindruck. Kaufen!

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 47/2007.

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