Infineon
- Michel Doepke - Volontär

Infineon nach durchwachsenen Zahlen: Das sagen die Analysten

Nach den Quartalszahlen mit Licht und Schatten erreichten die Papiere von Infineon ein neues Mehrjahreshoch bei über 17 Euro. Daraufhin setzten Gewinnmitnahmen ein. Auch die Analysten sind sich uneins, was den deutschen Chip-Hersteller betrifft.

Ziel 20 Euro

Die Deutsche Bank und die Privatbank Berenberg haben ihre Kursziele für die Infineon-Aktie auf 20 Euro nach oben geschraubt. Analystin Tammy Qiu von Berenberg verwies in einer aktuellen Studie auf das starke angehobene Margenziel von 17 Prozent – dies sei „ein wichtiger Teil der strukturellen Story“.

Unterdessen äußerte sich Analyst Johannes Schaller von der Deutschen Bank zum Wachstum des DAX-Konzerns. Die angepeilte Margensteigerung in der 300mm-Wafer-Produktion dürfte nur den Beginn eines langfristigen Wachstums darstellen. Entsprechend passte Schaller das Kursziel von 16,60 Euro auf 20 Euro an.

Oddo Seydler und Morgan Stanley kritisch

Analyst Veysel Taze von Oddo Seydler bleibt hingegen bei seiner Verkaufsempfehlung mit dem Kursziel 13 Euro. Das Schlussquartal entsprach seinen Erwartungen – jedoch sei der enttäuschende Ausblick auf die Schwäche der Endmärkte zurückzuführen.

Morgan Stanley setzt noch einen drauf: Die Amerikaner erhöhten zwar das Kursziel von neun auf 9,50 Euro – hielten jeodch an der Verkaufsempfehlung fest. Analyst Francois Meunier sieht kurz- und langfristig Risiken für das Wachstum im wichtigen Autogeschäft des Chip-Herstellers.

Dabei bleiben

Im gestrigen Handel setzten bereits Gewinnmitnahmen ein. Anhaltende Übernahmespekulationen in der Branche könnten dem Wert positive Impulse einhauchen – fundamental scheint der Zenit jedoch vorerst erreicht. DER AKTIONÄR rät investierten Anlegern mit einem Stopp bei 14 Euro dabei zu bleiben.

(Mit Material von dpa-AFX)

 


 

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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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