Infineon
- Maximilian Völkl

Infineon: Die China-Sorgen sind übertrieben

Im freundlichen Marktumfeld zählt die Infineon-Aktie am Donnerstag zu den stärksten Werten im DAX. Im Fokus stand vor allem die Hauptversammlung des Halbleiterkonzerns. Zweifel an den kurzfristigen Wachstumsaussichten wurden dabei erneut beiseite geschoben.

Trotz mauer Branchenaussichten werde der Umsatz von Deutschlands größtem Chiphersteller im laufenden Geschäftsjahr um etwa 13 Prozent zulegen. Konzernchef Reinhard Ploss bekräftigte zudem, dass der operative Gewinn bei einer Milliarde liegen soll. Die Betriebsrendite liegt bei etwa 16 Prozent. „Der aktuelle Auftragseingang sowie die langfristigen Wachstumstreiber in allen unseren Geschäftsbereichen stimmen uns zuversichtlich. Infineon wird das angepeilte Ergebnis erreichen“, so Ploss.

In den vergangenen Wochen hatten Konjunktursorgen in China auf die Stimmung bei Infineon gedrückt. Diese belasten nun aber weniger stark als befürchtet. „Ein großer Teil unserer Halbleiter, die wir nach China liefern, werden in Produkte eingebaut, die für den Export bestimmt sind. Deshalb hängt unser Geschäft nicht so stark von der chinesischen Binnenkonjunktur ab", erklärte Ploss. Zudem boome im Reich der Mitte das Geschäft mit Elektromobilität, für das Infineon zahlreiche Komponenten liefert.

An Bord bleiben

Infineon ist mittelfristig auf einem guten Weg. Auch charttechnisch hat sich das Bild zuletzt wieder aufgehellt. Bleibt das Marktumfeld freundlich, dürfte der Weg weiterhin nach oben führen. Etappenziel ist die 12-Euro-Marke. Der neue Stoppkurs des AKTIONÄR liegt bei 9,80 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

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