Infineon
- Maximilian Völkl

Infineon: Kritische Worte – Aktie zu teuer?

In der vergangenen Woche hat Infineon ein neues Mehrjahreshoch erreicht. Nun bewegt sich der DAX-Titel im Bereich der 16-Euro-Marke. Im schwachen Marktumfeld fehlen der Aktie nun die Impulse für eine neue Attacke. Eine Studie der Investmentbank Barclays kann keinen Schwung verleihen.

Nachdem sich die europäischen Technologiewerte im dritten Quartal deutlich besser als der Gesamtmarkt entwickelt hätten, seien sie nun nicht mehr billig, erklärt Analyst Gerardus Vos. Infineon sei besonders stark betroffen. Trotz der sehr guten operativen Aussichten notieren die Papiere seiner Meinung nach mittlerweile jenseits der Realität. Die Einstufung lautet auf „Equal Weight“ mit einem Kursziel von 13,50 Euro.

In der Halbleiterbranche grassiert derzeit das Übernahmefieber. Auch Infineon ist zuletzt erneut tätig geworden. Ziel der kleinen Übernahme war das niederländische Unternehmen Innoluce, das sich auf die sogenannte Lidar-Technik spezialisiert hat. Diese arbeitet bei der Umfeld- und Objekterkennung mit Laserstrahlen und gilt als Schlüsseltechnik für das autonome Fahren, einem potenziellen Milliardentrend, den Infineon erschließen will. Mit dem Know-how von Innoluce sollen in den nächsten Jahren preisgünstige Lidar-Systeme für Neuwagen bereitgestellt werden.

Starke Aktie

Infineon bleibt ein aussichtsreiches Investment. Die starke Position in der Automobilbranche, das gute Chartbild und die Übernahmespekulationen in der Branche dürften die Aktie weiter antreiben. Investierte Anleger bleiben an Bord. Rücksetzer sind Kaufkurse. Das nächste Ziel liegt bei 18 Euro. Der Stoppkurs wird auf 12,50 Euro nachgezogen.

(Mit Material von dpa-AFX)

 


 

Börsenerfolg mit der Keynes-Methode

Autor: John F. Wasik
ISBN: 9783864702471
Seiten: 232 Seiten
Erscheinungsdatum: 22. Januar 2015
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

John Maynard Keynes ist einer der einflussreichsten Volkswirte des 20. Jahrhunderts. Kaum bekannt ist hingegen, dass er auch einer der kompetentesten und innovativsten Investoren war.

John F. Wasik zeigt uns einen weitgehend unbekannten John Maynard Keynes. Wir erfahren, wie seine volkswirtschaftliche Ansichten sein Anlageverhalten beeinflusst haben und umgekehrt. So wandelte er sich vom Rohstoffspekulanten zum Value-Investor. Wasik arbeitet heraus: Keynes’ Einsichten zu Buy and Hold, Diversifikation oder den Vorzügen von Dividenden-Aktien sind zeitlos und sollten auch von Anlegern des 21. Jahrhunderts zur Kenntnis genommen werden. Nicht umsonst hat er großen Einfluss auf Star-Investoren wie Warren Buffett und George Soros ausgeübt. Zeit für einen Blick auf den Investor Keynes.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

Infineon: Das spricht gegen eine Übernahme

Nach dem Rücksetzer in der vergangenen Woche zeigt sich die Infineon-Aktie am Donnerstag bestens erholt. Im freundlichen Marktumfeld zählt der Chiphersteller zu den stärksten Werten im DAX. Die Übernahmefantasie in der Branche treibt weiter an. Das Management will davon aber nichts hören. mehr
| Werner Sperber | 0 Kommentare

Anlage-Fachleute: Die Infineon-Rallye hält an

Focus Money erklärt, Infineon Technologies profitierte zuletzt von der Übernahme des US-Unternehmens International Rectifier, dem starken Dollar und dem guten Geschäft mit Computerchips für Automobile. Entsprechend vielen die Zahlen der ehemaligen Siemens-Tochterfirma für das Ende September … mehr