Infineon
- Stefan Limmer - Redakteur

Infineon: Kaufgelegenheit oder Absturzgefahr?

Die Papiere des Chipherstellers Infineon führen am Dienstag zusammen mit der Commerzbank die Verliererliste im DAX an. Fundamentale Neuigkeiten gibt es keine. Die Kursverluste sind nach der Rallye der vergangenen Wochen einzig auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen.

Ein Ende der Rallye ist trotz des Kursrücksetzers noch lange nicht in Sicht. Die Experten sind weiterhin zuversichtlich. Ein Großteil der von der Nachrichtenagentur befragten Analysten empfehlen weiterhin die Aktie des Chipherstellers sich ins Portfolio zu legen. Am optimistischsten ist Harald Schnitzer von der DZ Bank. Den fairen Wert für Infineon beziffert er mit elf Euro.

Die jüngsten Zahlen von Infineon rechtfertigen den Kursanstieg. Verglichen mit dem Vorquartal hatte Infineon zwischen Januar und März den Umsatz um sieben Prozent auf 1,05 Milliarden Euro gesteigert. Unter dem Strich legte der Überschuss um mehr als 40 Prozent auf 124 Millionen Euro zu. Infineon ist einer der größten Profiteure des Trends hin zu mehr mobilen Endgeräten. Der Boom der Halbleiterbranche hat noch nicht seinen Höhepunkt erreicht. Dies zeigt auch die Branchenmesse PCIM. Die Zahl der Aussteller ist in den vergangenen drei Jahren um 75 Prozent gewachsen.

Investiert bleiben

Durch die Rallye der letzten Wochen hat die Infineon-Aktie alle charttechnischen Widerstände aus dem Weg geräumt. Ein Ausbruch über die 10-Euro-Marke dürfte nur eine Frage der Zeit sein. Das langfristige Kursziel des AKTIONÄR lautet zwölf Euro. Investierte Anleger bleiben dabei und lassen die Gewinne laufen. Schwache Tage bleiben nach wie vor Kauftage. An der Unterstützung bei 9,20 Euro dürften die Bullen wieder das Steuer übernehmen.

(mit Material von dpa-AFX)

 

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