Infineon
- Florian Westermann - Redakteur

Infineon: Elpida Memory ist Pleite – Aktie minus 24 Prozent

Die Aktie des Halbleiterherstellers Infineon sticht heute mit einem deutlichen Plus ins Auge. Unterdessen hat der japanische Speicherchiphersteller Elpida Memory Gläubigerschutz beantragt. Die Aktie ist daraufhin in den Sturzflug übergegangen. Wie geht es jetzt weiter?

Die Infineon-Aktie sticht heute mit deutlichen Gewinnen hervor. Damit hat sich die charttechnische Situation deutlich aufgehellt.

Eine Meldung aus Japan lässt aufhorchen. So hat der Chiphersteller Elpida Memory am Montag Gläubigerschutz beantragt. Wirklich überraschen konnte dies allerdings nicht. Der weltweit drittgrößte Hersteller von DRAM-Speicherchips sieht sich nicht mehr in der Lage, seine Schulden beim Staat und bei den Banken zu begleichen. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres (31. März 2011) beliefen sich die Verbindlichkeiten auf umgerechnet rund vier Milliarden Euro.

Einem Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei zufolge dürfte Elpida im laufenden Geschäftsjahr per 31. März einen Fehlbetrag von mehr als 100 Milliarden Yen erleiden (rund 920 Millionen Euro). Berichten zufolge werde Elpida Ende März von der Börse genommen. Die Aktie verlor heute in Tokio 24 Prozent.

Im Aufwärtstrend

Aus charttechnischer Sicht ist die Infineon-Aktie jüngst an dem Widerstand bei 7,77 Euro gescheitert. Grund zur Panik besteht allerdings nicht. So hat die Aktie jüngst die Marke von 7,36 Euro verteidigt und damit den Aufwärtstrend bestätigt. Investierte Anleger halten nach wie vor an dem Titel fest. Das Kursziel lautet vorerst 8,00 Euro. Ein Stopp bei 5,60 Euro sichert ab.

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