Infineon
- Maximilian Völkl

Infineon: Drastischer Abverkauf – Ende des Chip-Booms?

Am Mittwoch war an der Wall Street eine deutliche Branchenrotation zu erkennen. Die Tech-Riesen aus dem Silicon Valley und die stark gelaufenen Halbleiteraktien sind unter Druck geraten, Anleger wendeten sich dafür der Finanzbranche zu. Auch nach Europa schwappte die Verkaufswelle. Im DAX litt vor allem Infineon unter dem Abverkauf.

Knapp fünf Prozent verlor Infineon am Mittwoch. Wettbewerber aus der Halbleiterbranche wie STMicroelectronics, Micron oder Applied Materials kamen sogar noch deutlicher unter Druck. Die Verkaufswelle hatte sich im Vorfeld allerdings bereits angedeutet. Am Montag hatte Morgan Stanley mit der Abstufung von Samsung den Startschuss gegeben. Die US-Bank äußerte sich darin skeptisch für den gesamten Sektor. Preise für Speicherchips hätten demnach bereits begonnen nachzugeben.

Am Donnerstag ging es in Asien mit den Tech-Werten zunächst weiter abwärts. In Europa hat sich die Situation aber wieder etwas beruhigt. STMicro startet im frühen Handel einen ersten Erholungsversuch, Infineon hält sich nach wie vor über der wichtigen 23-Euro-Marke. Es gibt auch keinen Anlass für Anleger in Panik zu verfallen. Nach der Rallye der vergangenen Monate ist eine Verschnaufpause durchaus gesund. Zudem bleiben die Aussichten für die Chipindustrie dank der Megatrends E-Mobilität, autonomes Fahren und Industrie 4.0 glänzend.

An Bord bleiben

Trotz des Rücksetzers zählt Infineon nach wie vor zu den Highflyern des Jahres. Mit dem starken Automotive-Geschäft und der guten Marktposition in China ist der Konzern auch für die Zukunft gut gerüstet. Ein Ende des Chip-Booms ist noch nicht abzusehen. Anleger bleiben deshalb dabei. Neueinsteiger können die erneute Trendwende abwarten, da das Chartbild aktuell etwas angeschlagen ist. DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot und im Hebel-Depot mit Hebel nach wie vor auf steigende Kurse. Hier wird der kurzfristige Kursverlauf ebenfalls genau beobachtet.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

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