Infineon
- Jochen Kauper - Redakteur

Infineon: Analysten spenden Applaus

Infineon hat im ersten Quartal einen Rückgang bei Umsatz und Gewinn verkraften müssen. Für die nächsten Quartale gibt sich Konzernchef Peter Bauer pessimistisch. Trotzdem heben die Analysten den Daumen.

Infineon-Vorstand Peter Bauer blickt nicht ganz zufrieden auf die Entwicklung der letzten Monate zurück. Das Unternehmen hat im ersten Quartal angesichts einer schwächeren Nachfrage vor allem im Industriegeschäft weniger umgesetzt und weniger verdient. Der Umsatz sank im Auftaktquartal des Geschäftsjahres 2011/12 (30.9.) von 1,04 Milliarden Euro im Vorquartal auf 946 Millionen Euro. Unter dem Strich blieben 96 Millionen Euro hängen,  nach 125 Millionen Euro im Schlussquartal des vergangenen Geschäftsjahres. „Infineon ist trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds weiterhin sehr profitabel", kommentierte Vorstand Bauer kurz und schmerzlos die Entwicklung der letzten Monate.

Chefetage pessimistisch

Im Hinblickt auf die trüben Konjunkturaussichten und der Eurokrise stapelte man in der Chefetage Infineon tief.  Der Vorstand wagt sich auch jetzt  nicht aus seiner Deckung und gibt keine konkrete Prognose für die kommenden drei Quartale ab.

Analysten optimisitsch

Chevreux spendet Applaus für das Zahlenwerk des Hightech-Unternehmens. Die Experten erhöhen das Kursziel von 7,50 Euro auf 8,50 Euro. Das erste Quartal habe die Erwartungen übertroffen und im zweiten Quartal bestehe die Aussicht auf einen Wendepunkt für die ganze Branche. Die Experten stellen sogar eine Anhebung der Gewinnprognosen für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 in Aussicht. Für Analyst Thomas Becker von der Commerzbank lagen die Zahlen im Rahmen seiner Erwartungen. Der Experte bestätigte Infineon einen „einwandfreien Ausblick". Sein Kursziel bleibt mit 7,00 Euro unverändert.

Potenzial

Trotz des Umsatz- und Gewinnrückgangs greifen Anleger bei der Infineon-Aktie am Mittwoch kräftig zu. Charttechnisch hat das Papier zudem ein Kaufsignal generiert. Ein Anstieg bis auf 8,00 Euro ist in den nächsten Wochen möglich.

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