Infineon
- Leon Müller - Chefredakteur

Infineon-Aktie taumelt abwärts

Auch die neue Woche bringt Infineon-Aktionären kein Glück. Erneut notiert die Aktie des Münchener Halbleiterkonzerns im Minus. Verantwortlich dafür ist wohl in erster Linie die Charttechnik. Aber auch Presseberichte, wonach nur wenige Tage nach der Wahl von Klaus Wucherer zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates bereits die Suche nach dessen Nachfolger begonnen hat.

Zwei Wochen dauert nun schon die Schwächephase, doch selbst jetzt kommt die Infineon-Aktie nicht recht in Schwung, notiert über weite Strecken am Ende der Verliererliste im Auswahlindex DAX. Dabei hätte nach den jüngsten Turbulenzen um den Vorsitz im Aufsichtsrat nun wieder Ruhe einkehren sollen. Klaus Wucherer wurde im Anschluss an die Donnerstag in München abgehaltene Hauptversammlung als Vorsitzender des Kontrollgremiums gewählt und konnte sich damit gegen den Herausforderer Willi Berchtold durchsetzen, der von diversen Aktionären - allen voran dem britischen Pensionsfonds Hermes - als Gegenkandidat ins Rennen geschickt worden war. Obwohl die Wahl entschieden ist, geht das Gezanke nun weiter...

Suche nach neuem Kandidaten hat begonnen

Ursprung der neuen Unruhe ist das Zugeständnis Wucherers an Hermes, sein Amt nur ein statt der ursprünglich vorgesehenen fünf Jahre ausüben zu wollen. Die Suche nach einem neuen Kandidaten dürfte damit kurzfristig beginnen, wie diverse Medien berichten. So zitiert etwa die Financial Times Deutschland einen Diskussionsteilnehmer mit den Worten: "Jetzt wird nach einem externen Nachfolger gefahndet. Innerhalb des nächsten halben Jahres soll die Entscheidung fallen." Der Grund für die andauernde Schwäche der Aktie dürfte allerdings ein anderer sein.

Charttechnik mahnt kurzfristig zur Vorsicht

Der heutige Kursrutsch bis auf 3,819 Euro im Tief dürfte in erster Linie einer technischen Reaktion geschuldet sein. Infineon hat heute sowohl den kurzfristigen Aufwärtstrend seit Dezember als auch die 38-Tage-Linie unterschritten. Stützend wirkt nun eine Linie, die sich aus den Herbst-Hochs aus dem Jahr 2009 ergibt. Sie dürfte dem Titel zunächst Halt geben. Wird allerdings auch sie unterschritten, ist mit einem Test der horizontalen Unterstützung bei 3,675 Euro zu rechnen, die sich aus dem Januar-Tief ergibt.

Kurzfristig ist das charttechnische Bild bei der Infineon-Aktie folglich zurzeit ein wenig getrübt. Wie es um die langfristigen Aussichten des Halbleiterkonzerns bestellt ist, hat DER AKTIONÄR im Rahmend es Spezialreports "Infineon nach 1.000 Prozent: Neue Rallye oder Absturz?" analysiert, den Sie hier abrufen können.


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