Las Vegas Sands
- DER AKTIONÄR

Ihr Einsatz, bitte!

Erst USA, dann China, jetzt Singapur – der US-Casinobetreiber Las Vegas Sands breitet sich weltweit aus. Seit vielen Jahrhunderten können die Menschen dem Reiz des Glücksspiels nicht widerstehen. Was bedeutet das für die Aktie?

Erst USA, dann China, jetzt Singapur – der US-Casinobetreiber Las Vegas Sands breitet sich weltweit aus. Seit vielen Jahrhunderten können die Menschen dem Reiz des Glücksspiels nicht widerstehen. Was bedeutet das für die Aktie?

Nicht nur die Chance, ein paar Sesterzen zu gewinnen, auch der damit verbundene Nervenkitzel waren die Gründe, warum schon den alten Römern das Würfelspiel heilig war. Da die Lust am Zocken heute so groß ist wie nie, geht es der Glücksspiel-Branche glänzend und die Unternehmen setzen ganz auf Expansion. So gelang Las Vegas Sands vor wenigen Tagen der Coup des Jahres: Der Spielbankbetreiber, der vor anderthalb Jahren an die Börse ging, erhielt den Zuschlag für den Bau des ersten Casinos in Singapur. Las Vegas Sands lässt sich das Projekt die Rekordsumme von umgerechnet 2,5 Milliarden Euro kosten. Neben riesigen Einzelhandelsflächen und etlichen Konferenzräumen soll der Komplex auch 2.500 Hotelzimmer umfassen. Im Jahr 2009 wird das Casino seine Pforten öffnen. Neben Las Vegas Sands hatten sich auch die anderen Branchengrößen MGM Mirage, Harrah’s Entertainment und Genting um das Mega-Projekt beworben. Aus gutem Grund, denn Singapur bietet der Branche riesiges Potenzial. Das Land will die Zahl der Urlauber bis 2015 verdoppeln und die Einnahmen aus dem Tourismus verdreifachen. Das Angebot von Glücksspielen ist das Herzstück der Expansionspläne.

Gigantische Anlagen

Asien, das schon seit einiger Zeit als das neue Mekka der Glücksspielbranche gilt, ist für Las Vegas Sands übrigens kein Neuland mehr. Vor zwei Jahren erhielt der Konzern als erster westlicher Casinobetreiber eine Lizenz in Macau, dem einzigen Ort in China, in dem Glücksspiel legal ist. Bis 2007 will das US-Unternehmen dort ein weiteres Großprojekt realisieren, das 3,9 Milliarden Euro teure Vergnügungsviertel „Venetian Macau Casino Resort“ mit 3.000 Suiten, einem Saal für 2.000 Personen und 20 exquisiten Restaurants. Ebenfalls in Planung ist das „Palazzo Casino Resort“ in Las Vegas, wo das Unternehmen bereits zwei Casinos betreibt. Angeblich soll der Expansionsdurst von Las Vegas Sands damit aber noch nicht gestillt sein. Konkrete Pläne gibt es zwar noch nicht, eines ist allerdings klar: In den nächsten Jahren steht der Konzern vor einem deutlichen Gewinn- und Umsatzschub. So soll etwa das Singapurer Casino ab dem ersten Jahr profitabel sein. Mit dem zunehmenden Wohlstand in China dürften auch die beiden Spielbanken in Macau schon bald zur Goldgrube werden.

Viva Las Vegas

Las Vegas Sands ist mit einem 2007er-KGV von 37 zwar kein Schnäppchen mehr, allerdings dürfte der Gewinn in den Folgejahren deutlich zulegen. Vor allem die Projekte in Singapur und Macau könnten sich für das US-Unternehmen schon sehr bald auszahlen. Kursschwäche zum Einstieg nutzen, aber Limit nicht vergessen!

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