K+S
- Maximilian Völkl

Update K+S: Aktie im Höhenflug – Potash bestätigt Übernahmepläne

Es ist die Sensation an der Börse. Am Donnerstagabend hat K+S mitgeteilt, dass der Konkurrent Potash ein Übernahmeangebot plant. Inzwischen haben die Kanadier dies ebenfalls bestätigt. Potash soll bereit sein, mehr als 40 Euro je K+S-Aktie auf den Tisch zu legen. Der DAX-Titel ist daraufhin um über 30 Prozent in die Höhe geschossen.

Nach K+S hat auch Potash inzwischen bestätigt, dass man einen vertraulichen Vorschlag über Übernahmeverhandlungen gemacht hat. Es sei aber noch unklar, ob es ein Übernahmeangebot geben werde - und wenn ja, zu welchen Bedingungen. Der Branchenriese Potash will damit wieder zum weltweit größten Kaliproduzenten aufsteigen.

Am Donnerstag hatte der Düngemittel- und Salzhersteller K+S mitgeteilt, dass Potash Vorstand und Aufsichtsrat informiert hat, unter bestimmten Bedingungen ein Angebot für alle Aktien vorlegen zu wollen. Zurzeit prüfe man die zur Verfügung stehenden Optionen, der Ausgang der Prüfung sei offen. Einen möglichen Kaufpreis nannte das Unternehmen nicht- es wird aber ein Preis von über 40 Euro vermutet. Kreisen zufolge wird K+S das Angebot jedoch wahrscheinlich ablehnen. Angesichts der eigenen Wachstumsperspektiven und der möglichen Synergieeffekte halte man das Angebot für zu niedrig.

Das sagen die Analysten

Ein Zusammenschluss von Potash und K+S könnte allerdings durchaus Sinn machen. Es gebe strategische und wirtschaftliche Gründe für die Übernahme, schrieben die Analysten von Bernstein in einem Kommentar. Zum einen sei das Salzgeschäft von K+S relativ stabil, zum anderen könne Potash sein Kaligeschäft breiter aufstellen. Wahrscheinlich sei K+S mehr wert, wenn sie zu Potash gehören, als alleine.

Optimistisch zeigte sich auch die Investmentbank Equinet. Analyst Michael Schäfer hob das Kursziel für K+S deutlich von 42 auf 55 Euro an und bestätigte die Kaufempfehlung. Laut dem Expertener sei der spekulierte Preis zu niedrig. Ein Gebot in dieser Höhe würde den Wandel des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte hin zu Wachstum bei niedrigen Kosten nicht ausreichend widerspiegeln. Hinzu komme eine breite geografische Ausrichtung. Abgerundet werde das Profil durch die global starke Stellung des Salzgeschäfts.

Nicht verkaufen

Am Freitag notierte die Aktie zwischenzeitlich bereits über der 40-Euro-Marke. Dass K+S der Übernahme nicht gleich zustimmen wird, ist der normale Verhandlungspoker. Möglicherweise treten jetzt auch andere Interessenten auf den Plan, was den Preis weiter in die Höhe treiben könnte. Wer investiert ist, sollte auf keinen Fall verkaufen. Angesichts des stark gestiegenen Kurses, erscheint ein Neueinstieg aber zu spät.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Startet nun das Comeback?

Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S hat im dritten Quartal Umsatz und Ergebnis steigern können. Während es im Kaligeschäft für einige Experten überraschend gut lief, schnitt das Salzgeschäft eher schwächer als erwartet ab. Darüber hinaus wurde die Gesamtjahresprognose des MDAX-Konzerns bestätigt. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Der Countdown läuft

Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S wird morgen die Zahlen für das dritte Quartal 2017 veröffentlichen. Es dürfte spannend werden, ob es dem MDAX-Konzern gelingt, die Marktteilnehmer positiv zu überraschen und positive Meldungen zum Hoffnungsträger des Unternehmens, der Bethune-Mine in Kanada, … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S: Das erwarten jetzt die Experten

Der Kali- und Salzproduzent K+S steht vermutlich vor einem der wichtigsten Jahre der Firmengeschichte. Denn im kommenden Jahr wird die neue Kalimine in Kanada erstmals über komplette zwölf Monate hinweg produzieren. Dies sollte deutlich positive Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung haben. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

K+S vor der Wende

In den letzten Jahren hatte sich der langjährige K+S-Chef Norbert Steiner bezüglich Umweltfragen wenig kompromissbereit gezeigt. Sein Nachfolger Burkhard Lohr war hingegen von Beginn an wesentlich offener für einen Austausch mit den Umweltschützern, um den Kaliabbau in den deutschen Werken … mehr