HSBC
- Nikolas Kessler - Redakteur

HSBC verfünffacht den Gewinn – Aktie bleibt ein Kauf

Die britische Großbank HSBC hat am Montagmorgen starke Zahlen samt Gewinnsprung für das dritte Quartal präsentiert. Trotzdem reagieren die Anleger zunächst verhalten. Ein neuer Anlauf auf das Mehrjahreshoch lässt somit noch etwas auf sich warten.

Im dritten Quartal konnte HSBC den Vorsteuergewinn auf 4,6 Millionen Dollar verfünffachen – wegen einer Milliarden-Belastung durch den Verkauf der Brasilien-Sparte und negativen Wechselkurseffekten war der Gewinn im Vorjahreszeitraum auf 843 Millionen Dollar eingebrochen.

Während die um Sondereffekte bereinigten Erträge um zwei Prozent auf 13 Milliarden Dollar gestiegen sind, ging der bereinigte Gewinn vor Steuern wegen gestiegener Kosten auf 5,4 Milliarden Dollar leicht zurück. Dennoch konnte das in London ansässige Institut die Erwartungen der Analysten übertreffen.

Dass die britische Großbank mit starker Präsenz in Fernost trotz widriger Umstände an den Kapitalmärkten zum dritten Mal in Folge die Erträge steigern konnte, ist vor allem dem florierenden Asien-Geschäft und einer hohen Kreditnachfrage zu verdanken. Zudem zahlt sich der harte Konzernumbau des scheidenden Vorstandschefs Stuart Gulliver in zunehmendem Maße aus.

Mit einem Börsenwert von umgerechnet rund 170 Milliarden Euro gehört HSBC weltweit zu den größten Banken. Nach eigenen Angaben betreut man rund 38 Millionen Kunden in 67 Ländern, wobei der Fokus klar auf wachstumsstarken Regionen, allem voran in Asien, liegt. Zudem punktet das Institut mit einer vergleichsweise hohen Profitabilität.

Gutes Gesamtpaket – Aktie bleibt ein Kauf

Neben der Kursrallye von rund 80 Prozent seit dem Tief im vergangenen Jahr profitieren HSBC-Aktionäre auch dank einer Dividendenrendite von 5,4 Prozent sowie einem milliardenschweren Aktienrückkauf von der starken Geschäftsentwicklung. Dabei ist die Aktie mit einem KGV von 14 nur geringfügig teurer als die Peer-Group und steht aus charttechnischer Sicht kurz vor dem Sprung auf ein Mehrjahreshoch (7,73 Pfund). Auch wenn die Anleger am Montag zunächst verhalten auf die Zahlen reagieren – für den AKTIONÄR bleibt HSBC ein Kauf.

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