HSBC
- Fabian Strebin - Redakteur

HSBC: Entwarnung nach fünf Jahren

Aufatmen bei der Großbank HSBC. Das US-Justizministerium hat das seit dem Jahr 2012 geltende Deferred Prosecution Agreement mit der Bank auslaufen lassen. Das Geldwäscheverfahren in Mexiko und Kolumbien ist damit beigelegt.

Bei einem Deferred Prosecution Agreement kann die beschuldigte Partei mit der Zahlung einer Geldstrafe und dem Befolgen von Auflagen Anschuldigungen beseitigen. Im Fall der HSBC reicht das Verfahren ins Jahr 2012 zurück: Damals zahlte die Bank 1,90 Milliarden Dollar, um Vorwürfe der Geldwäsche in Mexiko und Kolumbien im Zusammenhang mit Mafia-Geld beizulegen. Seitdem wachte zudem ein ehemaliger Staatsanwalt im Konzern über die Verbesserung der Compliance-Systeme.

HSBC-CEO Stuart Gulliver sagt: „Als Ergebnis der signifikanten Reformen, die wir in den vergangenen fünf Jahren vollzogen haben, ist HSBC heute viel effizienter dazu in der Lage, Finanzkriminalität zu bekämpfen.“

Einsteigen

Mit der Entlassung aus dem laufenden Verfahren wegen Geldwäsche nimmt die Unsicherheit bei den Rechtsrisiken der HSBC ab. Der Kurs reagierte auf die Nachricht dementsprechend positiv. Die Aktie sollte als nächstes die Widerstandszone um 8,64 Euro ansteuern. Gelingt hier der nachhaltige Ausbruch, wäre das ein neues Kaufsignal. Als Unterstützung dient die 200-Tage-Linie um 8,04 Euro.

Auch fundamental spricht einiges für die Aktie der HSBC: Das erwartete KGV für 2018 liegt mit 14 zwar auf Höhe der Peergroup. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,2 liegt jedoch unter dem Durchschnitt von 1,4. Ein echter Leckerbissen ist die Dividendenrendite von 5,3 Prozent.

DER AKTIONÄR hält an seiner Kaufempfehlung fest. Das Kursziel verbleibt bei 10,50 Euro. Ein Stopp wird bei 7,00 Euro platziert.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

HSBC: Besser als Deutsche Bank und Commerzbank?

Im Rahmen seiner Titelstory der Ausgabe 19/2018 hat DER AKTIONÄR versucht, „Das perfekte Depot“ zusammenzustellen. Dabei wurde auf eine möglichst breite Streuung über viele Branchen und Regionen geachtet. Im Bankensektor ist dabei die Wahl auf die britische Großbank HSBC gefallen. mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

HSBC: Ist die Rallye zu Ende?

Die britische HSBC hat seit Juni vergangenen Jahres mehr als 60 zugelegt. Damals entschieden die Briten, aus der Europäischen Union austreten zu wollen. In den vergangenen drei Monaten gab der Kurs jedoch um drei Prozent nach. Viele Anleger fragen sich, ob die Luft bei der Aktie nun raus ist. mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Wohltäter für Anleger: HSBC

Die HSBC zeigt, wie es geht: Im abgelaufenen Quartal hat das Geldhaus fast zehn Mal so viel verdient wie die Deutsche Bank. Vor allem gute Geschäfte in Asien sind verantwortlich für das starke Ergebnis. Die Briten steigerten den Überschuss dabei um 59 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar und schlugen … mehr