Holidaycheck
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Hot-Stock HolidayCheck: Keine Angst vor Bookings und Tripadvisor

Es geht los! Online-Reise-Aktien starten gerade dank explodierender Gewinne durch. Tipp: Einsteigen und ein Ticket für den Flug in die Gewinnzone lösen.

Die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt“, so Laotse. 2018 startet der Urlaub schon bei der Auswahl der Reise im Internet. Bereits hier findet man sich in einem Dschungel wieder: Millionen Hotels, unübersichtliche Angebote, zu viele Klick-Pfade – zahlreiche Urlauber stolpern schon im Wohnzimmer bei der Buchung und brechen die Reise beim ersten Schritt ab. HolidayCheck hat das erkannt und nimmt die Urlauber an die Hand – mit durchschlagendem Erfolg: Der EBITDA-Gewinn im ersten Quartal sprang um 44 Prozent ins Plus auf 6,0 Millionen Euro. Dank über acht Millionen Hotel- und Reisebewertungen ist HolidayCheck bereits seit Jahren Anlaufstelle Nummer 1 für Menschen, die vor der großen Reise Erfahrungen anderer Urlauber lesen wollen. Wie ist das Essen, ist der Strand sauber, gibt es Schildkröten im Wasser? Neu ist: Immer mehr buchen auch direkt online bei HolidayCheck – was die Provisionen sprudeln lässt. Im Hintergrundgespräch erklärt Ex-Amazon-Manager Georg Hesse, wie step-by-step die neue Website den User eintauchen und Reiseschätze entdecken lässt. Der Fokus auf den User Flow sei die „wichtigste Entwicklung“, die „nachhaltig und deutlich“ steigende Konvertierung von Usern zu Buchern ein Gewinntreiber. Hilfreich: Mit dem Anbieten von Kreuzfahrten hat HolidayCheck rechtzeitig auf einen großen Reisetrend reagiert.

Dank des 24-prozentigen Wachstums des Umsatzes im Q1 auf 41,4 Millionen Euro zerstreut HolidayCheck zudem Bedenken, von Konkurrenten wie Check24 oder Weg.de unter Wasser gedrückt zu werden. Hesse stellt klar: „Wir gewinnen Marktanteile.“ Selbst großen US-Anbietern wie Booking (hier liegt der Fokus auf Kurztrips, nicht Pauschalreisen) bietet HolidayCheck mutig die Stirn durch die „Verknüpfung der Plattform mit dem Pipeline-Geschäft. Keiner kann schnell eine solche Bewertungsplattform aufbauen – und in Verbindung mit einem Online-Reisebüro ist das einzigartig“, so Hesse. Und weiter: „Sicher ist, es wird immer neue Wettbewerber geben. Doch die Expedias, Bookings etc. erschüttern uns nicht. Wir spielen ein anderes Spiel. Wir spielen ein lokales Spiel. Wir machen Dinge, die globale Player nicht in dieser Exzellenz tun – wie etwa 150 Servicemitarbeiter am Telefon und am Chat einzusetzen. Wir erzielen daher höhere Durchschnittspreise unserer Warenkörbe.“

Die Gewinnentwicklung im ersten Quartal war die erste Etappe. 2018 steht im Zeichen der „Differenzierung“, ab 2019 sollen dann laut Plan alle Maßnahmen greifen und die „Skalierung“ einsetzen. Schätzungen sehen von 2018 auf 2019 eine Verdopplung des EBITDA auf knapp zehn Millionen Euro. Noch sind Analysten vorsichtig (KGV 2020 35), doch gelingt die Annäherung der Marge an das Peergroup-Niveau, sind weitere positive Gewinn­überraschungen vorprogrammiert. Überzeugendes Management, hohes Wachstum – Hot-Stock der Woche!

Tripadvisor: Reiseschnäppchen

Oder fliegen Sie lieber mit Tripadvisor? Bei manchen Last-Minute-Reisen erfahren die Urlauber erst am Abflugschalter, wohin sie die Reise führt. Das ist riskant, kann aber gut gehen und einen Traum­urlaub zum Schnäppchenpreis bescheren. Bei Tripadvisor erging es den Anlegern mit den jüngsten Zahlen ähnlich. Wer den Mut hatte und kurz vor der Veröffentlichung bei der Aktie „eincheckte“, erlebte sein blaues Wunder – im positiven Sinn. Das Papier schraubte sich binnen zwei Tagen um 30 Prozent in die Höhe und markierte ein 52-Wochen-Hoch. Denn die Erwartungshaltung der Analysten war niedrig. Tripadvisor hat in den letzten Jahren versucht, die Umsätze durch den Einstieg ins Reisegeschäft anzukurbeln – ein Desaster. Zuletzt sank der Umsatz im Kerngeschäft (75 Prozent Anteil am Gesamtumsatz) um fünf Prozent auf 299 Millionen Dollar. Ungleich besser lief es für Tripadvisor bei der Vermittlung von Restauranttischen und Ausflügen: Das Plus von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 79 Millionen Dollar ist ein Highlight und zeigt, dass der Konzern auf Turn­around-Kurs ist. Zumal die Zahl der Online-Bewertungen – wichtig für die Attraktivität des Portals – um 26 Prozent auf 630 Millionen Beiträge in die Höhe schnellte.

Für das zweite Quartal 2018 ist das Management zuversichtlich, den Wachstumspfad weiterzugehen. Die Chancen stehen gut, der Chart überzeugt!

Raus aus Alltag – rein in Hot-Stock

Wo HolidayCheck und Tripadvisor 2020 genau angekommen, ist offen. Anleger buchen keine sichere Pauschalreise, eher einen abwechslungsreichen Adventure-Trip. Doch die Großwetterlage ist dank starker Reiselust und steigendem Vertrauen in Online-Buchungen freundlich. Operativ läuft die Trendwende dynamisch an, auch die Charts signalisieren nach einer langen Ruhephase Aufbruch. Es läuft – gehen Sie mit!

Dieser Artikel ist in der AKTIONÄR-Ausgabe 21/2018 erschienen.

Die Aktie der HolidayCheck AG befindet sich im Depot 2030 des www.hotstockreport.de

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