Home Depot
- Markus Bußler - Redakteur

Home Depot: Ein gutes Vorbild für Praktiker?

In Deutschland befindet sich die zweitgrößte Baumarktkette Praktiker noch immer in der Krise. Vielleicht sollten die Verantwortlichen einen Blick über den großen Teich in die USA werfen. Dort präsentiert der Branchenprimus Home Depot einmal mehr sehr gute Zahlen.

Von Mai bis Juli stieg der Überschuss von 1,4 auf 1,5 Milliarden Dollar. Damit wies Home Depot einen Gewinn je Aktie von 1,01 Dollar aus, was mehr war, als Analysten prognostiziert hatten. Der Umsatz legte im Quartal um 1,7 Prozent auf 20,6 Milliarden Dollar zu. Im Gesamtjahr geht der Konzern weiterhin von einem Plus in Höhe von 4,6 Prozent.

Prognose angehoben

Die guten Zahlen haben die Konzernführung dazu veranlasst, die Prognose für das Gesamtjahr erneut anzuheben. Der Vorstand geht jetzt davon aus, dass der Gewinn je Aktie auf 2,95 Dollar steigen wird. Das sind fünf Cent mehr als bislang erwartet. Die Anhebung der Prognose kommt überraschend. Schließlich hatte das Management erst im Frühjahr die Erwartungen nach oben geschraubt.

Sicherlich taugt Home Depot von der Struktur her nicht als Vorbild für die deutsche Baumarktkette Praktiker. Dennoch zeige die Zahlen: Der Branche an sich geht es nicht schlecht. Praktiker hatte sich in den vergangenen Jahren mit seinen Rabattaktionen das Leben selbst schwer gemacht. Dazu sagen Branchenkenner, dass auch im Bereich des Sortiments Fehler gemacht wurden. Derzeit arbeitet der Konzern fieberhaft daran, diese Fehler zu beheben. Mit einer Umstellung eines Teils der Filialen auf die profitable Tochter Max Bahr soll dies gelingen. Sicherlich ist Home Depot für konservativ ausgerichtete Anleger die sicherere Variante. Dennoch ist der Turnaround bei Praktiker nach wie vor möglich. Aber DER AKTIONÄR wiederholt sich an dieser Stelle: Das Papier bleibt erfahrenen Anlegern vorbehalten, die im Notfall bereit sind, auch einen Verlust zu realisieren.

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