Allianz
- Thorsten Küfner - Redakteur

Hochwasser: Allianz legt die Karten auf den Tisch

Die Allianz hat Ende vergangener Woche erklärt, mit welchen flutbedingten Schäden sie nun rechnet. Ihre Schätzung liegt dabei deutlich über den bisherigen Prognosen der Experten. Sollten Anleger nun die Reißleine ziehen?

Die Allianz hat am Freitag nun erstmals erklärt, mit welchen Hochwasser-Schäden sie derzeit rechnet. Demnach erwarten die Münchner, Zahlungen von rund 500 Millionen Euro an die betroffenen Kunden leisten zu müssen. Dies ist deutlich weniger als bei der „Jahrhundert-Flut" 2002 (710 Millionen Euro), aber doch mehr als Experten zuvor prognostiziert hatten. Da ein Teil der Kosten jedoch auf Rückversicherer abgewälzt werden kann, dürften sich die Netto-Belastungen für die Allianz nur auf etwa 350 Millionen Euro belaufen.

Keine Panik

Auch ein erwarteter Schaden in Höhe von 500 Millionen Euro ist für die Allianz verkraftbar. Der Konzern dürfte dennoch im laufenden Jahr einen operativen Gewinn von fast zehn Milliarden Euro erzielen und bleibt damit in der Spur. Mit einem KGV von 9 und einer Dividendenrendite von mehr als vier Prozent sind die DAX-Titel immer noch günstig bewertet. Anleger sollten daher weiterhin dabeibleiben und den Stopp bei 91,00 Euro belassen.

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