BMW
- Werner Sperber - Redakteur

Hochtief und BMW im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau I

Fuchs Kapitalanlagen wird von Hochtief angelockt, weil Bauwillige von den niedrigen Zinsen angelockt werden. Platow Derivate vertraut auf die weiterhin beständige Kauflust auf Autos der Bayerischen Motoren Werke. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau (Aus gegebenem Anlass: Die folgenden Texte sind von den jeweils genannten Publikationen übernommen und üblicherweise Sinn wahrend gekürzt und verständlicher formuliert. Anmerkungen der Börsenwelt-Redaktion stehen ausschließlich in Klammern und sind mit dem Vorsatz in der Klammer "Anmerkung der Redaktion" gekennzeichnet. Eine Presseschau gibt Texte anderer Presseorgane wieder, ohne deren Sinn zu verändern.): Die Experten von Fuchs Kapitalanlagen erinnern an die Verluste der australischen Tochtergesellschaft Leighton und den Skandal um die Hamburger Elbphilharmonie. Das hat die Ergebnisse des Mutterkonzerns Hochtief belastet und auch den Ruf des Unternehmens. Im dritten Quartal des laufenden Jahres schaffte Hochtief allerdings die Rückkehr in die Gewinnzone; alle Sparten verdienen wieder Geld. Der Wert der neuen Aufträge in den ersten neun Monaten 2012 stieg im Jahresvergleich um 38 Prozent. Der Auftragsbestand beträgt mehr als 50 Milliarden Euro, was zwei Jahresumsätzen entspricht. Der international tätige Baukonzern profitiert von den niedrigen Zinsen für Bauwillige und von den Erfolgen in der Region Asien-Pazifik einschließlich Australien. Nach einem Verlust von 2,18 Euro pro Aktie im vergangenen Jahr dürfte Hochtief in diesem Jahr 2,50 Euro verdienen. Der spanische Großaktionär Actividades de Construccion y Servicios (ACS) kündigt an, den Anteil von derzeit 54 Prozent weiter aufstocken zu wollen. Allerdings ist ACS hochverschuldet und wird eine "angemessene" Dividende von Hochtief verlangen. Die Schätzungen für die Ausschüttung für dieses Jahr belaufen sich auf 1,20 Euro je Anteil. Der Aktienkurs von Hochtief scheint nach unten gut abgesichert zu sei und die Charttechnik deutet auf eine Trendwende hin. Anleger sollten die Aktie mit einem Kursziel von 46,86 Euro und einem Stop-Loss bei 31,87 Euro kaufen.


Platow Derivate: Weil Reiche beständiger kaufen      

Was sich in der Entwicklung des Aktienkurses seit Ende Juni angedeutet hat, haben die Bayerischen Motoren Werke (BMW) nun mit den Zahlen für das dritte Quartal des laufenden Jahres bestätigt: Der Automobilkonzern profitierte in den vergangenen Monaten von einer im Vergleich zum Segment günstigerer Pkws deutlich stabileren Nachfrage nach Luxusautos. Vor allem gelang es dem Unternehmen, die nun schon seit mehreren Jahren anhaltende Schwäche in Europa durch starke Zuwächse in den USA und vor allem in Asien auszugleichen. Insgesamt übertraf BMW die Schätzungen der Analysten. Diese positive Entwicklung hat sich bei den Absatzzahlen fortgesetzt mit dem "besten Oktober aller Zeiten", in dem BMW mehr als 157.000 Autos verkauft hat, was 13 Prozent mehr waren als ein Jahr zuvor. Branchenexperten erklären, BMW sei im Vergleich zu den Wettbewerbern am besten in der Volksrepublik China aufgestellt. Daher ist die wirtschaftliche Entwicklung dieses mittlerweile größten Automarktes der Welt wichtig. Im Oktober legte der Absatz in China um 52 Prozent zu. Aufgrund des stärkeren Wettbewerb im Premiumsegment, des hohen Preisdrucks und der erhöhten Investitionen möchte sich der Vorstand noch nicht konkret zu den Aussichten für das nächste Jahr äußern. Die Analysten schätzen derzeit die Ergebnisse für 2013 niedriger ein als für dieses Jahr. Doch BMW könnte erneut überraschen. Die Experten von Platow Derivate empfehlen risikobereiten Anlegern deshalb zum Kauf des endlos laufenden Long-Zertifikates (WKN VT6 A7D) von Vontobel auf die Stammaktie der Bayerischen Motoren Werke. Der Stoppkurs sollte bei 0,67 Euro gesetzt werden, was einem Kurs der Aktie von 59 Euro entspricht. Der Schein weist eine Basis bei 52,47 Euro, eine Totalverlust-Schwelle bei 55,01 Euro und einen Hebel von derzeit 6,4 auf.

Änderungen in den Musterdepots von Platow Derivate:

Im Derivate-Musterportfolio sind die erst vergangene Woche eingebuchten 280 Put-Optionsscheine (WKN DE9 8PB) auf das Währungspaar Dollar/Japanischer Yen mit einem Verlust von 26 Prozent zu 3,50 Euro ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen 510 Long-Zertifikate (WKN VT6 A7D) auf die Stammaktie von BMW zu 1,08 Euro aufgenommen und bei 0,67 Euro abgesichert. Nun möchten sie noch weitere 700 dieser Long-Zertifikate auf BMW zu höchstens 0,98 Euro einbuchen sowie 600 Long-Zertifikate (WKN VT5 3BG) auf die Assicurazioni Generali 850312 zu maximal 2,16 Euro (Stoppkurs bei 1,55 Euro). Außerdem möchten sie sich von ihren 330 Discount-Zertifikaten (WKN UU0 70H) auf die Deutsche Bank 514000 mit Gewinn zu mindestens 22,40 Euro trennen.

Im Alpha-Turbo-Musterdepot sind die 1.100 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 SWJ) auf das Paar RWE 703712 /DAX fällig und mit einem Gewinn getilgt worden. Damit ist die Spekulation auf eine bessere Wertentwicklung des Aktienkurses im Vergleich zum Index aufgegangen. In der nächsten Woche werden die Alpha-Long-Zertifikate mit den Wertpapierkennnummern DZ2 SJG und DZ2 TCB auf die Paare Adidas A1EWWW /DAX und Merck KGaA 659990 /DAX fällig. Die Verantwortlichen möchten nun 3.300 Alpha-Short-Zertifikate (WKN DZC 7VZ) auf das Paar Deutsche Börse AG 581005 /DAX zu höchsten 0,87 Euro einbuchen und bei 0,60 Euro absichern.

Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:

Die Verantwortlichen für das langfristig ausgerichtete Musterportfolio haben 2.000 Anteile von Biofrontera zu 3,90 Euro eingebucht.

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