Hochtief
- Markus Bußler - Redakteur

Hochtief: Probleme bei Großprojekten?

So gut es bei Hochtief im internationalen Geschäft mit Turner und Flatiron in den USA sowie Leighton in Australien läuft. So sehr hat der Konzern offensichtlich nach wie vor in Deutschland Probleme. Das Handelsblatt berichtet, dass das MDAX-Unternehmen täglich 40.000 Euro Vertragsstrafe für die Verzögerung beim Bau des neuen Sitzes des Fernsehsenders RTL in Köln bezahlen muss.

Und das soll nicht das einzige Problem sein, dass Hochtief im Deutschlandgeschäft hat. Auch bei der Elbphilharmonie in Hamburg läuft es alles andere als gut. Dort streiten sich nach Medienangaben seit Jahren die Stadt, die Schweizer Architekten und der Konzern über Mehrkosten und Zeitpläne für die Konzerthalle.

Deutsches Hochbaugeschäft ist profitabel

Ganz neu sind diese Probleme nicht: Schon in der Vergangenheit hat es immer wieder Gerüchte gegeben, Hochtief müsste wegen der Verzögerung beim Bau des neuen RTL-Gebäudes eine Vertragsstrafe zahlen. Allzu sehr scheint dies den Konzern nicht zu belasten, erklärte doch Vorstandsvorsitzender Herbert Lüttkestratkötter kürzlich erst in einem Interview, das deutsche Hochbaugeschäft des Konzerns sei im vergangenen Jahr wieder profitabel gewesen. Mittelfristig strebt das Unternehmen hier eine Rendite von drei Prozent an.

Auch wenn die Nachrichten den Kurs kurzfristig belasten können, so sollten Anleger den Papieren nicht den Rücken kehren. Eingangs erwähnte internationale Tochterfirmen sorgen bei dem MDAX-Unternehmen für einen positiven Newsflow. Die Pipeline zum Markt ist nach wie vor intakt. Herbert Lüttkestratkötter hatte bereit mehrfach erklärt, der Konzern werde sich künftig nicht mehr am ruinösen Wettbewerb bei Prestigeobjekten beteiligen. Die Papiere bleiben ein Kauf.

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| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

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