Hochtief
- Markus Bußler - Redakteur

Hochtief: Leighton belastet

Das Gute zuerst: Der Baukonzern Hochtief konnte mit dem Ergebnis für das abgelaufene zweite Quartal die Analystenschätzungen übertreffen. Hochtief erzielte einen Nettogewinn von 13,8 Millionen Euro. Allerdings belastet nach wie vor Leighton das Ergebnis.

Die australische Bauholding, an der Hochtief mehr als 50 Prozent hält, rutschte in die roten Zahlen. Entsprechend litt auch das Ergebnis von Hochtief. Immerhin konnte der Konzern im Vorjahreszeitraum noch einen Nettogewinn von 54,1 Millionen Euro ausweisen. Das EBITDA sank von 239,2 Millionen auf 54,0 Millionen Euro. Mehrkosten für eine Entsalzungsanlage in Melbourne sowie zusätzliche Abwertungen auf die Beteiligung Al Habtoor von 147 Millionen Euro waren der Grund dafür.

Verkauf schreitet voran

Gleichzeit stieg jedoch die Leistung aus 6,5 Milliarden Euro. Im Vorjahr betrug die Kennzahl noch 5,9 Milliarden Euro. Gleichzeitig ist jedoch der Auftragseingang rückläufig. Hier stand nur noch ein Wert von 7,6 Milliarden Euro nach 9,5 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Der Auftragsbestand summiert sich auf 47 Milliarden Euro. Gleichzeitig schreitet offensichtlich der Verkauf des Flughafen-Geschäfts voran. „Wir sind mit dem bisherigen Verlauf des Verfahrens sehr zufrieden und wollen die Transaktionen wie geplant bis zum Jahresende abschließen", sagte der neue Hochtief-Chef Frank Stieler. Zu den Interessenten gehört angeblich auch der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport.

Leighton hat für das Geschäftsjahr 2011/12 wieder die Rückkehr in die Gewinnzone angekündigt. Zudem dürfte der Verkauf der Flughafensparte frisches Kapital in das Unternehmen spülen, das durchaus für Zukäufe verwendet werden könnte. Allerdings ist noch nicht ganz klar, welche Ziele ACS verfolgt. Die Spanier sicherten sich in diesem Jahr nach einer Übernahmeschlacht mehr als 50 Prozent an Hochtief. Mit dem Turnaround bei Leighton könnte auch die Hochtief-Aktie zu neuem Leben erwachen. Langfristig orientierte Anleger können sich auf dem aktuellen Niveau einige Stücke ins Depot legen.

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| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

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