Hochtief
- Markus Bußler - Redakteur

Hochtief: ACS verliert 1.100.000.000 Euro

Die australische Tochter Leighton hat zuletzt wieder für freundlichere Stimmung bei dem deutschen Baukonzern Hochtief gesorgt. Doch die Zahlen, die die spanische Mutter ACS vorlegt, sind alles andere als berauschend. Das Unternehmen hat in den ersten neun Monaten einen Verlust von 1,1 Milliarden erwirtschaftet.

Die Verluste gingen allein auf außergewöhnliche Faktoren wie das Engagement beim Energiekonzern Iberdrola zurück. Dazu gehörten der Verkauf von 3,7 Prozent der Iberdrola-Anteile und die Neubewertung der verbliebenen Beteiligung von 14,7 Prozent an dem Energiekonzern, die an den aktuellen Marktwert angepasst worden sei. Bei Ausklammerung dieser Faktoren habe ACS in den ersten drei Quartalen einen Gewinn von knapp 570 Millionen Euro erwirtschaftet - 17 Prozent weniger als im Vorjahr.

Schulden sinken

Dem Konzern gelang es nach eigenen Angaben, in den vergangenen zwölf Monaten die Schuldenlast ein wenig abzubauen. Die Nettoschulden hätten im September 9,2 Milliarden Euro betragen, fünf Prozent weniger als im September 2011, teilte ACS mit. Von den Schulden entfielen knapp 1,9 Milliarden Euro auf Hochtief.

Die Aktie von ACS steht heute unter Druck. Für Aktionäre in Deutschland ist aber sicherlich das Papier der im MDAX notierten Baugesellschaft Hochtief interessanter. Derzeit deutet einiges daraufhin, dass die Aktie ihren seit dem Frühjahr andauernden Seitwärtstrend beenden könnte. Ein Ausbruch über den Widerstandsbereich bei 41, 00 Euro würde dem Papier Potenzial bis zur 45,00-Euo-Marke eröffnen. Anleger, die auf ein solches Szenario spekulieren, können ihre Position mit einem engen Stopp bei 36,00 Euro absichern.

(mit Material von dpa-AFX)

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| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

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