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- DER AKTIONÄR

Hochkonjunktur

Dieses Jahr befindet sich die deutsche Maschinenbaubranche bereits im dritten Jahr einer Aufwärtsbewegung. Gemäß der Einschätzung des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau dürfte das reale Wachstum des Maschinenbausektors 2006 bei fünf Prozent liegen. Anzeichen für eine Abschwächung des Wachstumskurses sind aufgrund einer stark anziehenden Inlandsnachfrage nicht in Sicht.

Die Geschäfte in der Maschinen- und Anlagenbaubranche laufen glänzend. Mit den richtigen Aktien können Anleger an einer Fortsetzung dieses Trends partizipieren.

Dieses Jahr befindet sich die deutsche Maschinenbaubranche bereits im dritten Jahr einer Aufwärtsbewegung. Gemäß der Einschätzung des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau dürfte das reale Wachstum des Maschinenbausektors 2006 bei fünf Prozent liegen. Anzeichen für eine Abschwächung des Wachstumskurses sind aufgrund einer stark anziehenden Inlandsnachfrage nicht in Sicht, so dass sich die Hochkonjunktur auch 2007 fortsetzen dürfte.

KSB und Gildemeister

Das hervorragende Branchenumfeld spiegelt sich auch in den Zahlen von KSB wider. Im ersten Halbjahr 2006 hat der Pumpenhersteller das Vorsteuerergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 35,4 Millionen Euro verdoppelt. Positiv zu werten ist auch die Entwicklung des Auftragseingangs. Dieser verbuchte mit einer Steigerung um 21,4 Prozent auf 923 Millionen Euro den höchsten Zuwachs seit zehn Jahren. Seit KSB im AKTIONÄR in Ausgabe 09/2006 als konservativer Top-Tipp zum Kauf empfohlen wurde, konnte die Aktie um 37 Prozent zulegen. Mittelfristig sind weitere Kursgewinne zu erwarten, denn mit dem starken Wirtschaftswachstum in Asien und Osteuropa geht ein hoher Bedarf an leistungsfähigen Pumpen von KSB einher. Mit einem 2007er-KGV von 9 ist die KSB-Vorzugsaktie ein klarer Kauf.

Ein weiterer Profiteur des Booms der Maschinenbauwirtschaft ist Gildemeister. Der Werkzeugmaschinenhersteller, über den DER AKTIONÄR in Ausgabe 34/2006 ausführlich berichtet hat, ist sowohl in Deutschland als auch in Asien und Amerika sehr gut positioniert. Für das nächste Jahr hat Gildemeister-Vorstandschef Rüdiger Kapitza deutliche Umsatz- und Gewinnsteigerungen in Aussicht gestellt. Dieser Optimismus ist berechtigt, zumal 2007 auch die Werkzeugmaschinenmesse EMO Wachstums-impulse liefern dürfte. Diese vorzüglichen Aussichten sollten den Kurs der Gildemeister-Aktie langfristig deutlich nach oben treiben.

GEA Group und Berthold Hermle

GEA-Group-Vorstandschef Jürgen Oleas hat erkannt, dass sich im Kerngeschäft mit Spezialmaschinen und Spezialanlagen das meiste Geld verdienen lässt. Deshalb führt das im MDax gelistete Unternehmen Gespräche mit Interessenten bezüglich eines Verkaufs der Großanlagenbausparte, zu der die Unternehmen Lurgi, Lentjes und Zimmer gehören. Der Verkaufserlös soll für Übernahmen von hochspezialisierten Maschinenbaufirmen verwendet werden. Die geplante Fokussierung auf das Kerngeschäft sorgt bei der Aktie der GEA Group für Kursfantasie.

Bei der Berthold Hermle AG handelt es sich um einen verhältnismäßig kleinen, aber wachstumsstarken Hersteller von Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren. In Deutschland wird der Vertrieb des Maschinenbauers durch die Hermle + Partner Vertriebs GmbH abgewickelt. Darüber hinaus existieren weltweit in mehr als 50 Ländern Werksvertretungen für Beratung, Lieferung und Service. Die Nachfrage nach den qualitativ hochwertigen Hermle-Maschinen ist ungebrochen, was sich auch an den erst kürzlich veröffentlichten Zahlen ablesen lässt: In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres hat das süddeutsche Traditionsunternehmen den Umsatz um 26 Prozent auf 83 Millionen Euro gesteigert. Auch der Auftragseingang hat sich mit einem Anstieg um 54 Prozent auf 109,6 Millionen Euro sehr positiv entwickelt. Gegenüber den Wettbewerbern zeichnet sich Hermle durch eine hohe Gewinnmarge von 10,6 Prozent nach Steuern aus. Ein weiterer Pluspunkt ist die stattliche Eigenkapitalquote von 74 Prozent. Angesichts der erfreulichen Auftragslage geht Vorstandschef Dietmar Hermle davon aus, das Geschäftsjahr 2006 mit deutlichen Umsatz- und Ergebniszuwächsen abschließen zu können.

KSB und Hermle sind die Favoriten

Der Maschinen- und Anlagenbausektor boomt. Anleger, die von diesem Trend profitieren möchten, können sich die chancenreiche KSB-Vorzugsaktie ins Depot legen. Zudem bietet sich derzeit vor allem ein Einstieg bei Berthold Hermle an. Mit einem 2007er-KGV von 8 ist die Hermle-Aktie äußerst attraktiv bewertet und daher auch für konservative Investoren bestens geeignet. Kaufaufträge sollten allerdings unbedingt limitiert werden, da es sich um einen marktengen Titel handelt.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 37/2006.

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| Dennis Riedl | 0 Kommentare

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