Splendid Medien
- DER AKTIONÄR

Highlight auf Zelluloid

Gerade in den kalten Herbst- und Wintermonaten floriert das Filmgeschäft. Man geht häufiger ins Kino oder sieht sich zu Hause die neuesten Blockbuster an. Medienfirmen wie Splendid Medien haben daher derzeit Hochkonjunktur.

Splendid Medien hat einiges vor. Ein Pay-TV-Kanal und interaktive Spiele sollen neue Umsatzpotenziale eröffnen.

Gerade in den kalten Herbst- und Wintermonaten floriert das Filmgeschäft. Man geht häufiger ins Kino oder sieht sich zu Hause die neuesten Blockbuster an. Medienfirmen wie Splendid Medien haben daher derzeit Hochkonjunktur. Mit dem Fantasy-Epos „Schwerter des Königs – Dungeon Siege“ hat Splendid vor wenigen Tagen eine 60 Millionen Euro teuere Großproduktion in die Kinos gebracht. Bei einer hochkarätigen Besetzung mit Jason Statham, Ray Liotta oder Claire Forlani ein vielversprechender Filmstart, der jedoch nur als Sahnehäubchen zu sehen ist.

Fantasie dank Pay-TV

Die Fantasie liegt in der Erweiterung des Bereichs Home Entertainment, also der Vermarktung von Filmen auf DVD oder Blu-Ray-Disc. Splendid arbeitet an einem Pay-TV-Kanal, um die umfangreiche Bibliothek an asiatischen Filmen zu verwerten. „Wir sind mit allen großen Kabelnetzbetreibern im Gespräch und haben schon einige Vorverträge geschlossen. Unser Ziel ist es, bis April nächsten Jahres an den Start zu gehen“, so Finanzchef Michael Gawenda im Gespräch mit dem AKTIONÄR.

Amazia, so der Name des Spartensenders, soll in die Abonnementstruktur von Premiere, Kabel Deutschland, Unity Media & Co für einen Festbetrag pro Abo eingebunden werden. Die Tatsache, dass Splendid mit Video-On-Demand über Partner wie Maxdome in den ers_ten sechs Monaten fünfmal mehr umgesetzt hat als im Geschäftsjahr 2006, zeigt, welches Potenzial in diesen Bezahlangeboten steckt.

Einen neuen Weg beschreiten die Kölner auch mit der Tochter Enteractive, die für Postproduktionsdienste wie Digitalisierung und Qualitätssicherung zuständig ist. Mit Sudokia hat Enteractive ein interaktives Spiel auf HD-DVD und Blu-Ray-Basis auf der IFA vorgestellt. Ein Fitnessspiel fürs Gehirn in Anlehnung an Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging folgt, für drei weitere Spiele mit Filmbezug verhandelt Splendid derzeit mit den entsprechenden Studios.

Lukrative Zugabe

Bei rund 28 Millionen Euro Umsatz dürfte 2007 ein Gewinn je Aktie von 0,16 Euro in den Splendid-Büchern stehen, sodass sich ein KGV von 10 errechnet. 2008 reduziert es sich auf moderate 7 – angesichts der Fantasie aus den neuen Projekten ab 2008 ein echtes Film-Highlight. Zumal diese im aktuellen Businessplan noch nicht berücksichtigt sind und im Erfolgsfall zusätzliches Upside-Potenzial bieten.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 50/2007.

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