Bechstein Piano
- DER AKTIONÄR

Hier spielt die Musik

An der Börse gibt es etliche Unternehmen, die auf eine lange, erfolgreiche Tradition zurückblicken und nur darauf warten, endlich entdeckt zu werden. Eine dieser Firmen ist die C. Bechstein Pianofortefabrik AG.

Bechstein haut in die Tasten. Die Aktie des Berliner Klavierbauers gehört zu den günstigsten Titeln in Deutschland.

An der Börse gibt es etliche Unternehmen, die auf eine lange, erfolgreiche Tradition zurückblicken und nur darauf warten, endlich entdeckt zu werden. Eine dieser Firmen ist die C. Bechstein Pianofortefabrik AG. Gegründet 1853, besitzt der Berliner Klavierbauer einen hohen Bekanntheitsgrad bei Musikliebhabern auf der ganzen Welt. Die Aktie gehört mit einem aktuellen 2007er-KGV von nur 7 zu den günstigsten deutschen Titeln.

Neuer Rekord angepeilt

Bechstein fertigt sechs Produktlinien von der Einsteiger- bis zur Premiumklasse und spricht damit alle Käuferschichten an. Darüber hinaus erreicht das Unternehmen durch Services wie Restauration und Reparaturen eine hohe Kundenbindung. Als clevere Strategie hat sich zudem erwiesen, die Instrumente eine Zeit lang zu vermieten und den Kunden eine Kaufoption anzubieten. Nachdem Bechstein erstklassige Zahlen für 2005 vorgelegt hat, soll 2006 das beste Jahr der bisherigen Firmengeschichte werden. Der Auftakt ins neue Jahr war jedenfalls verheißungsvoll. So verkauften die Berliner im ersten Quartal zehn Prozent mehr Klaviere und Flügel als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn kletterte um 24 Prozent auf 0,3 Millionen Euro. Wachstumstreiber bei Bechstein ist weiterhin das Auslandsgeschäft. Vor allem in Asien (in erster Linie China) und in Osteuropa (besonders Russland) hat der Klavierbauer zuletzt deutlich zugelegt. Reichlich Potenzial hat Bechstein auch in den USA ausgemacht. Als Erfolgsgarant in Deutschland hat sich der Vertrieb über eigene Verkaufscenter erwiesen. Mittlerweile betreibt Bechstein sieben Filialen, im vierten Quartal dieses Jahres soll in Hamburg Center Nummer 8 eröffnet werden.

Klangvolle Daten

Am meisten punkten kann Bechstein mit seinen Fundamentaldaten. Die Analysten von Independent Research rechnen damit, dass der Nettogewinn im nächsten Jahr um 26 Prozent auf 2,4 Millionen Euro ansteigt. Beim aktuellen Kurs von 8,10 Euro ergibt sich damit ein KGV von gerade einmal 7. Die Aktionäre erhalten für das vergangene Geschäftsjahr in einem Monat (Stichtag ist der 14. Juli) eine Dividende in Höhe von 0,30 Euro, womit sich eine aktuelle Dividendenrendite von 3,7 Prozent ergibt. Den Umsatz für 2007 schätzen die Independent-Research-Experten auf 32 Millionen Euro – dem gegenüber steht eine Marktkapitalisierung von lediglich 15,6 Millionen Euro. Zudem notiert Bechstein derzeit rund neun Prozent unter dem Buchwert.

Musik in Anlegers Ohren

Traumhafte Fundamentaldaten, hohes Wachstumspotenzial, erfolgreiche Expansion in aussichtsreiche Märkte – Bechstein ist wahrlich eine unentdeckte Perle. Einziger Misston: Die Aktie ist nicht besonders liquide. Deswegen auf keinen Fall das Limit vergessen!

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