Hewlett-Packard
- Martin Weiß - stellv. Chefredakteur

Hewlett-Packard: Aktie bezieht nach Grusel-Zahlen Prügel

Milliardenschwere Abschreibungen und ein hässlicher Ausblick lassen die Aktie von Hewlett-Packard am Dienstag absaufen. Der Titel verliert im vorbörslichen US-Handel 11,5 Prozent an Wert - und das könnte erst der Anfang gewesen sein.

Wo viel Rauch, da gibt es bekanntlich auch Feuer. Beim PC-Hersteller Hewlett-Packard (HP) raucht es schon länger wie der Kursverlauf der Aktie belegt. Am Dienstag ist das Feuer nun offen ausgebrochen. Wie HP mitteilte, muss der Konzern 8,8 Milliarden Dollar auf seine Software-Tochter Autonomy abschreiben. Bei den Briten soll es massive Unregelmäßigkeiten in den Büchern geben.

Ach übrigens, es läuft nicht so toll

An der Börse herrscht angesichts der Nachrichtenlage blankes Entsetzen. Der Aktienkurs notiert 90 Minuten vor Wall-Street-Eröffnung 11,5 Prozent schwächer bei 11,80 Dollar und damit auf einem neuen 52-Wohen-Tief.

Wie HP in seiner Mitteilung schreibt, sei es vor der Übernahme des britischen Softwareentwicklers Autonomy im Jahr 2011 für knapp über zehn Milliarden Dollar zu Fehlbewertungen und Unregelmäßigkeiten gekommen sein.

Als könnte es für die Anleger kaum schlimmer kommen, hat HP für sein erstes Quartal 2013 einen Gewinnausblick (EPS 0,68-0,71) gegeben, der deutlich unter der Konsensschätzung (0,87) der Analysten liegt. 

Anleger sollten einen Bogen um die HP-Aktie machen, auch wenn es Tradern nach dem hohen Kursverlust jetzt in den Fingern juckt. Solange der Pott derart schlingert, dürfte eine Erholung in weiter Ferne liegen.

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