ECOSECURITIES GR.EO-,0025
- DER AKTIONÄR

Her mit den Resourcen!

Unsere Welt soll sauberer werden – deshalb schreibt das Kyoto-Protokoll von 1997 vor, dass die Industriestaaten die Emission von Treibhausgasen spätestens bis 2012 um insgesamt rund fünf Prozent verringern sollen. Als Basis gilt der Schadstoffausstoß von 1990. Dabei ist es den Ländern und Unternehmen überlassen, wie sie das Ziel erreichen. Ein Weg führt über das Umrüsten veralteter Anlagen.

In den weltweiten Handel mit Emissionszertifikaten kommt langsam Schwung – als „Mittelsmann“ zählt Ecosecurities zu den größten Profiteuren.

Unsere Welt soll sauberer werden – deshalb schreibt das Kyoto-Protokoll von 1997 vor, dass die Industriestaaten die Emission von Treibhausgasen spätestens bis 2012 um insgesamt rund fünf Prozent verringern sollen. Als Basis gilt der Schadstoffausstoß von 1990. Dabei ist es den Ländern und Unternehmen überlassen, wie sie das Ziel erreichen. Ein Weg führt über das Umrüsten veralteter Anlagen. Gelingt das nicht vollständig, können fremde Verschmutzungsrechte das Defizit ausgleichen. Das heißt, wer die Umwelt stärker schont, als ihm offiziell erlaubt wäre, kann die Differenz in Form von Emissionszertifikaten veräußern. Die Tatsache, dass selbst die großen Umweltsünder wie China oder die USA den Einstieg in den Zertifikatehandel planen, zeigt, wie viel Potenzial in dem Sektor steckt. Diese Entwicklung kommt Ecosecurities sehr gelegen.

Pionierarbeit

Ecosecurities ist seit 1997 wesentlich an der Entwicklung des Kohlendioxidmarktes beteiligt. Dabei arbeitet die irische Firma mit Unternehmen sowie Regierungen in Entwicklungs- und Schwellenländern bei Projekten zusammen, um Kohlendioxid- Zertifikate zu schaffen. Andererseits werden Gesellschaften in den Industriestaaten dabei beraten, wie sie ihre Emissionsvorgaben einhalten können. Zudem verdient die Firma an der Vermittlung der Verschmutzungsrechte zwischen den beiden Seiten. Das jüngste Projekt stammt aus Indonesien, wo gemeinsam mit dem Energieversorger PLN ein Geothermie- und fünf Wasserkraftwerke errichtet werden. Bis zum Jahr 2012 sollen daraus rund 2,6 Millionen Kohlendioxid-Zertifikate erwirtschaftet werden. Ein Schein entspricht dabei einer Tonne des schädlichen Treibhausgases.

Das Geschäft brummt

Noch im Jahr 2006 setzte Ecosecurities klägliche 3,1 Millionen Euro um, der Verlust je Aktie betrug rund 0,22 Euro. Im laufenden Geschäftsjahr 2007 sollen schon rund 40 Millionen Euro erlöst und mit einem Gewinn von 0,08 Euro je Aktie der Turnaround vollzogen werden. Noch kräftiger dürfte der Anstieg im Jahr 2008 ausfallen, da weniger Zertifikate ausgegeben werden und dadurch deutliche Preissteigerungen anstehen. Für weitere Fantasie sorgt der Cashbestand der Iren: Rund 60 Millionen Euro liegen in der Kriegskasse.

Schnäppchenkurs

Der Handel mit Emissionszertifikaten steckt noch in den Kinderschuhen, gewinnt aber deutlich an Fahrt. Ecosecurities hat sich frühzeitig als Berater und Händler im Markt positioniert und dürfte sich eine dicke Scheibe des Kuchens abschneiden. Aufgrund der guten Aussichten sowie dem günstigen 2008er-KGV von 8 ist das Papier ein klarer Kauf.

Kursziel bei Ecosecurities: 7,00 Euro. Stopp: 3,70 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 37/2007.

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