Henkel Vz.
von Steffen Eidam - Redakteur

Henkel legt blitzsaubere Zahlen vor

Der Persil-Mutterkonzern Henkel hat im zweiten Quartal trotz gestiegener Rohstoffpreise Umsatz und Gewinn deutlich ausgebaut. Die Aktie legt nach der positiven Überraschung ein Kursfeuerwerk hin.

Henkel führt am Mittwoch mit großem Abstand die Gewinnerliste im DAX an. Auf Tage wie diesen haben die Anleger des defensiven Titels lange warten müssen. Und Hand aufs Herz, sehr oft wird es auch in Zukunft nicht vorkommen, dass die Notierung um mehr als acht Prozent explodiert.

Hervorragende Entwicklung

Der Konsumgüterhersteller Henkel hat es im zweiten Quartal allen gezeigt. Trotz kräftig anziehender Rohstoffpreise konnten die Düsseldorfer ihren Umsatz von April bis Juni um 1,6 Prozent auf 3,95 Milliarden Euro ausbauen. Rechnet man die Währungseffekte heraus, wären die Erlöse sogar um sechs Prozent gestiegen. Erstaunlich: Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich um 27,5 Prozent auf 537 Millionen Euro. Unter dem Strich standen 366 Millionen Euro nach 273 Millionen Euro im Vorjahr. Hauptwachstumstreiber war erneut das Klebstoffgeschäft.

Rezept gefunden

Henkel ist es gelungen, die hohen Rohstoffkosten aufzufangen. Neben Kosteneinsparungen, einer anziehenden Nachfrage vor allem in den Schwellenländern befeuerten auch Preiserhöhungen das Geschäft von Henkel. Auf Jahressicht soll der Umsatz nun um rund fünf Prozent wachsen, das bereinigte Ergebnis je Aktie soll nach wie vor um rund zehn Prozent zulegen. Die bereinigte EBIT-Marge sehen die Düsseldorfer weiterhin bei etwa 13 Prozent. Für 2012 bleiben die Ziele bei einer bereinigten Umsatzrendite von 14 Prozent, während das bereinigte Ergebnis je Aktie um mehr als zehn Prozent anziehen dürfte.

Auf und ab

Die Henkel-Aktie ist heute ein Befreiungsschlag gelungen. In den nächsten Wochen könnte sich die Erholung durchaus in Richtung des alten Hochs knapp unter 50 Euro fortsetzen. Investierte Anleger können sich entspannt zurücklehnen, denn die mittel- bis langfristigen Aussichten bei Henkel sind nach wie vor gut.

| Stefan Sommer | 0 Kommentare

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