HELMA EIGENHEIM A...
- Jochen Kauper - Redakteur

Helma Eigenheim: Anleihe mit Pepp

In unsicheren Börsenzeiten lohnt es sich durchaus, einen Blick auf die ein oder andere Anleihe zu werfen. Viele Unternehmen aus dem deutschen Mittelstand haben in den letzten Monaten Anleihen mit sehr attraktiven Konditionen ausgegeben. Unter anderem die Helma Eigenheim AG. Mit einem Kupon von 6,50 Prozent ist das Papier eine interessante Depotbeimischung.

Die Japaner haben wieder einmal die Nase vorne. Mit einen riesigen Tamtam will Panasonic ein Öko-Musterstädtchen in Fujisawa aus dem Boden stampfen. Nur einen Steinwurf südlich von Tokio, auf einem brachliegenden ehemaligen Werksgelände, will der Elektronikkonzern rund 1000 energieeffiziente Häuser bauen. Mit im Boot ist der konzerneigene Fertighausanbieter PanaHome. Die Firma will man bis 2013 sollen die ersten 300 Häuser stehen fertig haben. Rund 500.000 Dollar soll das traute Heim kosten.

First-Mover Helma

Der deutsche Hersteller von Massivhäusern Helma Eigenheimbau ist da schon einen Schritt weiter. Vor wenigen Monaten präsentierte man der Öffentlichkeit das erste „EnergieAutarkeHaus". Helma ist der derzeit einzige Anbieter mit einem Marktreifen Produkt. Das Schmuckstück hat seinen Preis: 370.000 Euro kosten den Verbraucher die energieautarken vier Wände.

Anleger bauen auf Helma

„Insbesondere die Möglichkeit der individuellen Planung beziehungsweise Individualisierung ohne Extrakosten sowie das ausgeprägte Know-how im Bereich energieeffizienter Bauweisen werden am Markt als Alleinstellungsmerkmale der Gesellschaft wahrgenommen", erklärt Cosmin Filker von GBC-Research gegenüber dem AKTIONÄR. Das kommt bei den Kosumenten an. Das Geschäft läuft gut: Der Spezialist für Ein- und Zweifamilienhäuser in Massivbauweise hat 2010 den Umsatz um 19 Prozent auf 74,5 Millionen Euro gesteigert. Das EBIT kletterte um 247 Prozent auf 2,72 Millionen Euro. Netto wurden 0,50 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,07 Euro) verdient.

Starker Ausblick

Entsprechend zuversichtlich gestaltet sich der Ausblick. Im laufenden Jahr dürfte die Gesellschaft den Umsatz auf über 100 Millionen Euro steigern. Aufgrund von Kostendegressionen stellt Vorstand Der Vorstand stellt dabei ein EBIT von rund 5,0 Millionen Euro in Aussicht. Im kommenden Jahr ist mit einer Fortsetzung des zweistelligen Wachstums zu rechnen. Und das nicht nur, weil Helma neben dem klassischen Baudienstleistungsgeschäft und dem Bauträgergeschäft auch Ferienhäuser ins Programm nehmen will. Die Helma Ferienimmobilien werden ab 2012 erste Umsätze beisteuern. Laut Finanzvorstand Gerrit Janssen wird es sich dabei um ein überaus margenstarkes Geschäftsfeld handeln.

Dynamische Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Grund: Entgegen den Baugenehmigungen von Einfamilienhäusern in Deutschland, welche in der Vergangenheit unter anderem vom Auslaufen der Eigenheimzulage negativ geprägt waren und sich innerhalb der letzten drei Jahre um 38 Prozent reduzierten, konnte Helma ein kontinuierliches Wachstum aufweisen. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich die Anzahl der verkauften Helma-Häuser um nahezu 33 Prozent. „Seit dem letzten Jahr steigen nun die Baugenehmigungen wieder an und hiervon sollte Helma weiterhin überdurchschnittlich profitieren", so der Experte. Zudem dürfte die Gesellschaft mit zunehmendem Unternehmenswachstum von weiteren Skaleneffekten profitieren.

Stein auf Stein

Für die Zukunft ist gesorgt. Seit 2008 ziehen die Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser wieder an. Im letzten Jahr waren es rund 95.000. Davon entfallen knapp 600 Einheiten auf die Helma Eigenheimbau AG. Das Potenzial für den Häuslebauer aus Lehrte ist immens. Deshalb erwartet GBC-Analyst Filker auch in kommenden Jahren auf eine dynamische Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Für die gute Geschäftsentwicklung flattert den Anlegfern zudem eine überaus attraktive Verzinsung für die Anleihe ins Haus.

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