Alibaba.com
von Martin Weiß - stellv. Chefredakteur

Heißes Gerücht: Schnelle 50 Prozent bei Alibaba.com

Der chinesische E-Commerce-Riese Alibaba Group sorgt weiter für Schlagzeilen. Nach den vermeintlich gescheiterten Übernahmeverhandlungen mit Yahoo will der Konzern nun offenbar seine B2B-Tochter Alibaba.com von der Börse nehmen. Der Deal verspricht schnelle Gewinne - so er denn jemals kommt.

Wie die Hong Kong Economic Times berichtet, will Firmengründer Jack Ma Alibaba.com von der Börse nehmen. Das Unternehmen ist die größte E-Commerce-Handelsplattform in China. Die Zeitung beruft sich dabei auf nicht näher genannte Quellen. Ma sei bereit, den Anlegern für die ausstehenden 27 Prozent der Anteile 13,50 HK$ zu bezahlen und damit exakt jenen Preis, zu dem Alibaba.com vor fünf Jahren platziert wurde. Alibaba Group kontrolliert 73 Prozent der Anteile.

Zugreifen oder Finger weg?

Das Angebot klingt verlockend: Alibaba.com hat eine ruppige Zeit an der Börse hinter sich, allein seit Herbst 2009 hat sich der Kurs der Aktie rund halbiert. In Frankfurt kostete die Aktie zuletzt 0,85 Euro.

Ein Angebot in der genannten Höhe entspricht einer Prämie gegenüber dem letzten Schlusskurs von etwa 50 Prozent.

Die Gerüchte über ein bevorstehendes Going Private von Alibaba.com sind nicht ganz neu. Jack Ma verhandelt seit Monaten hart mit Yahoo über den Rückkauf eines 40-prozentigen Anteils, den der US-Konzern an der Alibaba Group hält. In diesem Zusammenhang wurde auch ein Going Private von Alibaba.com erwähnt. Zuletzt hieß es aber, die Gespräche zwischen Ma und Yahoos neuem Vorstandschef, Scott Thompson seien gescheitert.

Für Anleger heißt es jetzt abwarten: Die Aktie von Alibaba.com ist seit dem 8.Februar vom Handel ausgesetzt. Wann (wenn überhaupt) es zu einer erneuten Notierungsaufnahme kommt, ist unklar.

Sehr risikofreudigen Anlegern - und nur denen - bietet sich dennoch die Möglichkeit einer Wette. Im amerikanischen Freiverkehr wird die Aktie von Alibaba.com gehandelt. Die Umsätze sind dünn und das Segment ist praktisch nicht reglementiert. Deshalb: Nur mit einem Kleinstbetrag und mit Limit  einsteigen.

Diskutieren Sie mit:
Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.
Das DAF Deutsches Anleger Fernsehen ist über ASTRA digital sowie über verschiedene Kabelnetze frei zu empfangen. Darüber hinaus ist das Programm über das eigene Online-Portal www.daf.fm zu sehen, sowie über das IPTV-Netz (Entertain) der Dt. Telekom. In der kostenfreien Mediathek stehen sämtliche Beiträge und Interviews - mittlerweile über 35.000 Videos zu mehr als 3.000 Einzelwerten - zur Verfügung.