DAX
- Michael Schröder - Redakteur

Heißer Freitag: Großes Finale für DAX und Euro dank US-Arbeitsmarktbericht

Vor dem wichtigen US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag herrscht am Freitag gespannte Ruhe am deutschen Aktienmarkt. Nach einer extrem volatilen Woche kommt es am Nachmittag somit zum großen Finale. Die Berichtssaison nimmt nach der jüngsten Flut von Quartalszahlen dagegen eine Auszeit.

Ein beschleunigter Kurseinbruch am Anleihemarkt und die weitere Festigung des Euro hatten den DAX gestern zunächst unter 11.200 Punkte gedrückt. Charttechniker hatten dort eine wichtige Haltemarke definiert. Und sie sollten Recht bekommen: Im Tief rutschte der Leitindex zwar auf 11.167 Zähler ab, drehte im Anschluss aber direkt wieder auf und verabschiedete sich sogar bei 11.407 Punkten aus dem Handel.

Parallel erholten sich auch die Anleihen massiv und schlossen erstmals seit acht Tagen wieder im Plus. Gut für den Aktienmarkt, denn sinkende Anleihekurse bedeuten steigende Renditen. Und dies macht Aktien für Anleger weniger attraktiv. Auch der Euro wertete wieder ab. Dies ist für den Aktienmarkt ebenfalls positiv, da ein stärkerer Euro die Gewinnentwicklung exportorientierter Firmen bremst, weil deren Produkte im Ausland teurer werden. Zudem verleitet ein stärkerer Euro ausländische Anleger zu Gewinnmitnahmen.

Börsianer werden daher am Nachmittag auch die Reaktion des Anleihemarkts auf den US-Arbeitsmarktbericht genau im Blick behalten. Der Markt rechnet gerade nach den Signalen vom Vortag mit einer Erholung der US-Jobdaten. In den USA hatten in der vergangenen Woche weniger Menschen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt als erwartet. Aber selbst eine deutliche Abweichung nach unten könnte stützen, weil dann die Käufer wieder die Oberhand am Anleihemarkt übernehmen dürften - im Vertrauen auf eine weiter verzögerte Zinswende in den USA.

Anleger, die sich mit dem Turbo-Long (WKN DG3SRK) gestern Vormittag mit einem Kauflimit bei 11.200 Punkten (Preis: 12,09 Euro) auf Schnäppchenjagd begeben haben, liegen über 2,50 Euro vorne. Erste Gewinnmitnahmen und ein Stopp auf 13,00 Euro sorgen für Sicherheit. Am Nachmittag wird sich dann zeigen, ob sich die dynamische Gegenbewegung fortsetzt oder ob es zu einer erneuten Trendwende kommt.

(Mit Material von dpa-AFX)

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Trumpcare oder Obamacare - D-Day für den DAX!

Nach der Verschiebung der für Donnerstag angesetzten Abstimmung im US-Repräsentantenhaus über eine Reform des unter Präsident Barack Obama eingeführten Gesundheitssystems präsentiert sich der DAX am Freitag überraschend fest. Schon die Anleger in Japan ließen diese Nachricht links liegen und … mehr
| DER AKTIONÄR | 1 Kommentar

1.000% Wachstum: Auto 2.0 - das sind die Top-Gewinner-Aktien +++ Facebook: Geheimprojekt schürt Fantasie +++ Heißes Gerücht: Weshalb DER AKTIONÄR bullish für diesen Nebenwert ist

Moderne Autos fahren nicht mehr mit Diesel oder Benzin, sondern mit Strom. Und sie fahren im Zweifelsfall selbst. So sieht die nicht mehr allzu ferne automobile Zukunft aus. In der neuen Ausgabe des AKTIONÄR lesen Sie, wie Sie vom Megamarkt Auto 2.0 profitieren können. mehr
| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Zittern die Anleger vor Trump, DAX jetzt shorten?

Nach dem Kursrutsch von 12.100 auf 11.850 Punkte kann sich der DAX am Donnerstag weiter über der Marke von 11.900 Zählern behaupten. Einen stärkeren Anstieg verhindert eine wichtige Abstimmung in den USA. Zudem drücken etwas schwächer als erwartet ausgefallene Konsumdaten etwas auf die Stimmung. mehr
| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Platzt die Trump-Blase oder holt der DAX nur Luft?

Am deutschen Aktienmarkt geht es den zweiten Tag in Folge kräftiger nach unten. Immer mehr Marktteilnehmer befürchten, dass US-Präsident Donald Trump seine ehrgeizigen Wahlversprechen nicht umsetzen kann. Erschwerend kommt für die deutschen Blue Chips hinzu, dass der Euro weiter an Boden gewinnt. mehr