Frosta
- DER AKTIONÄR

Heiße Schenkel

Der Fisch ist so frisch, wie ich geil bin“ – ganz neue Töne der Werbefigur Peter von Frosta. Im neuen Spot des Tiefkühlkostherstellers kostet der Koch erst vom neuen Gericht – um sich kurz darauf auf dem Küchenboden der Hausfrau zu widmen. Die freche Werbung hat schon für viel Schmunzeln auf Internet-Video-Portalen gesorgt – jetzt soll er auch im Fernsehen gesendet werden.

Die Frosta-Aktie ist wieder sexy – nicht nur weil im neuen TV-Spot die Hüllen fallen.

Der Fisch ist so frisch, wie ich geil bin“ – ganz neue Töne der Werbefigur Peter von Frosta. Im neuen Spot des Tiefkühlkostherstellers kostet der Koch erst vom neuen Gericht – um sich kurz darauf auf dem Küchenboden der Hausfrau zu widmen. Die freche Werbung hat schon für viel Schmunzeln auf Internet-Video-Portalen gesorgt – jetzt soll er auch im Fernsehen gesendet werden.

...nicht in die Tüte

Passend zum Frosta-Liebespaar, dass sich der Kleider entledigt, lieben es die Bremerhavener auch bei den Gerichten pur. Im Rahmen des selbst auferlegten „Reinheitsgebots“ kommen seit vier Jahren nur frische Zutaten, aber keine Geschmacksverstärker, Aromazusätze und Farbstoffe in die Tüte. Nach anfänglicher Skepsis der Verbraucher hat sich das mutige Konzept durchgesetzt. Insbesondere die neuen, mikrowellengeeigneten „Gourmet-Gerichte“ wie das Hähnchen- Filet mit „duftenden Basmatireis-Talern, echter Kokosmilch und einer handgemischten Currywürzung“ oder der Gourmet-Wildlachs landen auf immer mehr Tellern hungriger Kunden.

Überraschend gut

Neben Eigenmarken produzieren die Norddeutschen direkt für Discountketten. Mittlerweile ist Frosta mit über 20 Prozent Marktanteil deutscher Marktführer bei tiefgekühlten Komplettgerichten. Sehr gut positioniert ist das Unternehmen auch in Polen als führender Fischstäbchen-Anbieter. Insgesamt steigerte Frosta im abgelaufenen Jahr die Erlöse um 14 Prozent auf 307 Millionen Euro. Im Ausland wurden nach 82 Millionen Euro im Vorjahr 2006 bereits 99 Millionen erlöst. Zudem erreichte der Nettogewinn mit 10,4 Millionen Euro (Vorjahr: 8,4 Millionen) ein Niveau, mit dem die wenigsten gerechnet hatten. Denn das Management gab zuletzt stets einen sehr konservativen Ausblick. Auch für 2007 hält sich Frosta trotz eines dynamischen Jahresstarts noch bedeckt. Grund sind die gestiegenen Rohwarenpreise – insbesondere Gemüse ist in dieser Saison teuerer geworden. Doch bereits 2006 hatte der Tiefkühl-Spezialist trotz deutlich gestiegener Weißfischpreise und eines vorsichtigen Ausblicks mit einer Gewinnsteigerung überrascht. Auch 2007 spricht vieles für ein hohes Gewinnniveau – nicht zuletzt weil die Menge einiger Portionen (bei gleichen Preisen) reduziert wurde. Hilfreich ist außerdem der konjunkturelle Rückenwind: Es wird erwartet, dass die Deutschen künftig wieder mehr Geld für Essen und insbesondere Marken ausgeben.

Wärmstens zu empfehlen

Bewertet ist der innovative Tiefkühlzubereiter mit einem günstigen 2008er-KGV von 10 – das Kurs-Umsatz- Verhältnis beträgt nur 0,4. Der charttechnische Aufwärtstrend ist intakt und unterstreicht das positive Gesamtbild. Frosta macht nicht nur Peter, sondern auch den Aktionären Spaß.

Kursziel bei Frosta: 32,00 Euro. Stopp: 16,10 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 25/2007.

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